143
Uni) (Dein treucö 3}aterI)CtSSicht ber 2(vmut() bitter» ©Rittet}.
De« 33orjug unb SBcrtt) cinjclncr SOTcnfchcn, fo wie gattjerSßölfer, nach betn 9ici<hthum beurtheifen, bett ftcbefifccn, ifi ebenfD »erfehrt, alb gewöhnlich. Sie cbelften unb meifefien SBölferwaren nicht immer bie reichten, fo wenig cS bie cbelfien unbwcifcjicn üftenfehen waren; unb umgetebrt waren bie begütertfienSBötfer unb 2>?cnfc$cn nicht immer bie prciSWürbigflen.
Ob ein SBotC reich fei, baraitf fommt ju feiner ©tücffcligfeitwenig an, wohl aberbarauf, ob cS eben genug habe, ohne miteinem altjugrofcn Slttfwanb »on 3cit unb Kräften feine bringendfielt ScbenSbcbürfiüffe beftreiten ju miiffcn. 3c mehr ©orge basSotf wie ber einzelne füÄcnfth für bie atlcrbringenbfien unb erfien(SrhaltungSmittel feines ©afetttS »erroenben muf, je wenigerfroher ©emtf, je weniger ©orge für ©emüthSöcreblung fannftattfinben. 3c mehr ber fWenfcf genöthigt ift, bie furjen ©tttnbenfeines SebenS bem ju wibmen, was fbleiber, Stahrung, £>ütteunb aufere fScgucmlichfeit unb Schagtichfcit forbern, befio wenigerlebt er für ebfere ©eniiffe, für ©cifteSfrcuben. -Wehr ffiittef jurngeben haben, alb man gebrauten fann, ifi fein ©liicf, feinffiorsug. (Sin Ouctt, ber genugfam flieft, bient jurn göfchcn beSSurfleS fo trefflich, als ein breiter ©tront. 2lbcr weniger habenals nöt!;ig ifb, um jit leben, bicS ifi Ungliicf. ®S ift Slrmutb.
fOTan hat Unrecht, beit Sinnen bcSWcgcn jubcflagcn, weil erauf ©troh fchlafeit, mit fcblccftcr fiofi fich fättigen, in Sitmpcngewtefelt gehen muf. ©citn cS gibt SSölfer, wo ber bei unsarm ©ehaltcnc für bcneibcnSwürbig reich geartet werben würbe,älbcr bartn ifi er ju bcflagen, wenn ihm aud; bicS SBcnigc ju*weiten fehlt, folglich bie ©efunbheit feines fiörperS »er*lefit werben muf; ober wenn er, um bieS SEBcnigc ju gewinnen,