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Waräger und anderer Leibwächter bediene, dies nur der Formwegen geschehe, keineswegs aber um die Ausführung einesVerbrechens zu verhüten, das so gehässig sei, daß man esfür unmöglich zu halten pflege. Und diese Lehre von derSeltenheit eines solchen Verbrechens ging von Mund zu Mundin denselben Gemächern, wo es mehr als einmal verübt wor-den war, und zuweilen unter denselben Personen, die alleMonate Pläne machten, irgend eine geheime Verschwörunggegen den Kaiser auszuführen.
Endlich gelangten der Offizier und der Leibwächter ausdem Blachernäpallast heraus. Cs geschah Lies durch einPförtchen, das ein Waräger hinter ihnen zuthat, indem eres mit Riegel und Stange verschloß. Als Hereward nach derMasse von Thürmen, Mauern und Giebeln zurücksah, ausdenen sie sich endlich herausgewunden hatten, konnte es ihmnur leicht um's Herz werden, wieder unter dem tiefblauengriechischen Himmel zu athmen, dessen Sterne mit ungewöhn-lichem Glanze blitzten. Er seufzte und rieb sich vergnügt dieHände, als wäre ihm eben die Freiheit geschenkt worden.Gegen seine Gewohnheit redete er sogar unaufgefordert seinenFührer an: „Es scheint mir, tapferer Hauptmann, daß dieLuft in jenen Mauern einen Geruch hat, der, obwohl süß,so erstickend ist, daß er mehr einer Tvdtengruft als einerMenschenwohnuug angemessen wäre. Ich schätze mich glücklich,Laß ich ihn nicht mehr eiuzuathmen brauche."
„Sei denn glücklich," sagte Achilles Tatius, „wenn deinschlechter stumpfer Sinn mehr erstickt als erfrischt wird vonWohlgerüchen, die, statt den Tod zu verursachen, Tobtelebendig machen könnten. Das muß ich dir jedoch sagen.Hereward, daß du als ein in dem beschränkten Kreise einesWilden geborner Barbar und ohne eine andere Idee von der