zusammengesetzt sei, die aber kein Municipalrecht kannten, undvon denen man anzunehmcn berechtigt sei, daß sic das von Schott-land verachteten. Es war eine natürliche Folge dieser gegenihren Vater unternommenen Ungerechtigkeit, daß man alle Mittelaufbot, und allcBcweise vorbrachte, um Miß Ashton zu bewegen,eine Verbindung zu brechen, die ärgerlich, schmachvoll und sünd-haft wäre, weil sie mit einem Todfeind der Familie geschlos-sen worden wäre, und weil sic geeignet sei, den Schmerzihrer Acltcrn noch mehr zu verbittern.
LucicnS Seele jedoch war stark, und obwohl unberathcn undsich selbst überlassen, hätte sie Vieles ertragen können , sie hätteertragen können die Klagen ihres Vaters, sein Murren gegendas, was er die Tyrannei der herrschenden Partei nannte, seineunaufhörlichen Vorwürfe über Ravenswoods Undank, seine end-losen Vorlesungen über die Mittel, wodurch Verträge aufgehobenund vernichtet werden, seine Anführungen aus dem bürger-lichen, gemeinen und kirchlichen Recht und seine Vorlesungenüber die patria potestss.
Auch hätte sie mit Geduld ertragen oder mit Verachtung zurück-weisen können die bitteren Reden und heftigen Ausbrüche ihresBruders, des Colonels Donglas Ashton und die ungebührlicheund zudringliche Einmischung von andern Freunden und Ver-wandten. Aber es ging über ihr Vermögen, der unaufhörlichenVerfolgung ihrer Mutter zu widerstehen, oder sich derselben zuentziehen, denn Lady Ashton hatte mitHintansetzung jedes anderenWunsches die ganze Kraft ihres starken Gemüthes aUfgeboten,die Verbindung ihrer Tochter mitRavenswood zu zerreißen, undeine ewige Scheidewand zwischen denLicbenden zu errichten, in-dem sie Lucie mit Bucklaw vermählte. Da sie eine weit tiefereKenntniß des menschlichen Herzens hatte, als ihr Gemahl, sowußte sie, daß sie auf diese Art einen schweren und entscheidenden