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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
Seite
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auf der Vorderseite des Schlosses erstreckte, und die Höhe desersten Stockwerks desselben erreichte, während die Besucherdes Schlosses durch einen darunter wegziehcnden Thorweg, zudessen flachem Dache die niedrigen und breiten Stufen einerbequemen Treppe von der Terrasse führten, Zugang zu demHofe gewannen. Das Ganze glich halb einer Feste, halb einemEdclmannsitz, und obgleich es znm Theil anf Vcrtheidigungberechnet war, so sah man doch, daß cs ans Zeiten herstammte,wo die Lords von Ravenswood einer auf Macht gegründetenSicherheit genossen.

Man hatte auf diesem Standpunkte eine schöne und aus-gedehnte Aussicht. Doch was für uns wichtiger ist, man sahvon da zwei Landstraßen, die eine von Osten, die andere vonWesten kommend, welche sich, indem sie eine dem Schlosse gegen-überliegende Hügelrcihe durchschnitten, einander in verschiedenenWinkeln allmählig näherten, bis sie sich nicht weit von demEingang in die Schloßallee vereinigten. Es war nach derwestlichen Straße, wohin der Lord Keeper aus einer ängstlichenUnruhe, seine Tochter aus Gefälligkeit für ihn und Ravens-wood, unbeschadet einer inneren Uebellaunc, aus Gefälligkeitfür die Tochter die Blicke wandten, um die Vorboten des an-kommcndcn Marquis zu entdecken.

Dieselben ließen nicht lange anf sich warten. Zwei Läuferin weißer Kleidung, mit schwarzen Mühen und langen Stöckenin den Händen eröffneten den Zug, und ihre Schnelligkeit warso groß, daß cs ihnen nicht schwer wurde, ihren von der Etikettevorgeschriebencn Vorsprung vor Wagen und Reitern zu behaup-ten. Sie kamen in einem Sprungläufe voran, und bewiesen sichals unermüdlich in ihrem dcn Athem anstrengenden Beruf. Sol-cher Läufer wird oft in alten Komödien gedacht (ich führe nurMiddletons Kaä ^Voilck Küsters an), und vielleicht erinnern