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ses und Schwankendes in seinen Entschließungen entdecken;aber diese Willensschwäche, die in einem scheuen und schüchter-nen Gemüthe ihren Grund hatte, suchte er, obgleich er sichihres inneren Einflusses bewußt war, aus Eitelkeit sowohlals Politik vor Anderen ängstlich zu verbergen.
Er hörte mit vieler äußerlichen Ruhe auf de» übertriebe-nen Bericht von dem bei dem Begräbniß ftattgehabten tumul-tarischcn Auftritt, wo seine eigene Autorität, so wie die derKirche und des Staats mißkannt worden waren; auch schiener nicht betroffen über den getreuen Bericht der von Ravens-wood und Anderen geführten beleidigenden, drohenden undoffen gegen ihn gerichteten Reden. Eben so hörte er von denToasten und Drohungen, die bei dem Leichenschmanse ausge-bracht waren, und die der Beamte, wie natürlich, entstellt undübertrieben erfahren hatte. Am Ende notirte er sorgsam allediese Einzelheiten und die Namen der Personen, durch welcheim vorkommcnden Fall eine auf diese Tumultscene gestützteAnklage bekräftigt und gutgeheißen werden konnte, und erentließ seinen Berichterstatter, versichert, daß er nun Herr seiüber den Rest der Glücksgüter, ja selbst über die persönlicheFreiheit des jungen Ravenswood.
Als sich die Thüre hinter dem Beamten zugethan hatte,blieb Lord Keeper einen Augenblick im Nachsinnen versun-ken; dann sprang er von seinem Sitze auf, und durchschrittdas Gemach wie einer, der einen plötzlichen, energischen Ent-schluß ergriffen hat. Der junge Ravcnswood, murmelte er,ist nun mein — er ist mein eigen — er hat sich selbst in meineHand gegeben, und er soll sich biegen oder brechen- Ich habedas halsstarrige, hartnäckige Wesen nicht vergessen, womit seinVater jeden Punkt bis zum letzten verfocht, jedem Versuchzum Vergleich widerstand, mich in Prozesse verwickelte, und