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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Entscheidung der Kampsprobe zu wählen, mit welcher der be-vorstehende Streit eine bedeutende Aehnlichkeit hatte.

In gegenwärtigem Falle wurden indest die Pflichten desTages mit üblicher Feierlichkeit beobachtet und die Kämpferselbst nahmen daran Theil. Eibenzwcige in den Händen tra-gend, als die passendsten Stellvertreter der Palmenzweige,zogen sie ehrfurchtsvoll nach dem Dominikaner- und Karthäu-serkloster, um das Hochamt zu hören und sich wenigstens durcheinen Anschein von Frömmigkeit auf den blutigen Streit desTages vorzubereiten. Daher war wohl dafür gesorgt, daßsie während dieses Zuges einander selbst nicht so nahe kamen,daß eine Partei die Sackpfeifen der andern hören konnte;denn es war gewiß, daß sie gleich Streithähnen, die ausfor-dernd einander ankrähen, sich gesucht und angegriffen hätten,ehe man auf dem Kampfplatz anlangte.

. Die Bürger von Perl- drängten sich auf den Straßen,den ungewöhnlichen Aufzug zu sehen, und erfüllten die Kirchen,worin die Clans ihre Andacht verrichteten, um ihr Benehmenzu beobachten und aus ihrem Acußern die Wahrscheinlichkeitdes Sieges für die eine Partei zu erkennen. Ihr Benehmenin der Kirche war, so selten sie auch sonst ähnliche Orte besuch-ten, höchst würdig, und es waren, trotz ihrer wilden und unge-bändigten Natur, doch wenige Hochländer, die Verwunderungoder Neugier blicken ließen. Sie schienen es unter ihrer Würdezu achten, Staunen oder Ueberraschung bei vielen Dingen zuäußern, die sie wahrscheinlich zum ersten Mal erblickten.

Hinsichtlich des Ausganges des Streites wagten selbst nurwenige der competentesten Richter eine Meinung auszusprcchen;obwohl die große Gestalt Torquils und seiner acht gewaltigenSöhne Einige, die sich für Kenner menschlicher Kraft hielten,geneigt machte, dem Clan Quhele den Vortheil zuzusprechen.