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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Ich bin, mit Eurer Herrlichkeit Erlaubniß, anderer Mei-nung," antwortete Dwining ruhig.Ich will ihn vom Fußedes Galgens in das Land der Feen tragen, wie König Arthur,oder Sir Hyon von Bordeaux, oder Ugero der Däne; oderich will ihn eine Anzahl Minuten oder Stunden am Galgenhängen lassen und dann ihn vor den Augen Aller weghaschen,so leicht, wie der Wind ein dürres Blatt fortweht."

Das ist leere Prahlerei, Sir Arzt," sagte Ramorny.Der ganze Pöbel von Perth wird ihn zum Galgen beglei-ten, Einer immer begieriger als der Andere, den Diener ei-nes Edelmannes sterben zu sehen, und zwar für den Mordeines dummköpfigen Bürgers. Tausend von ihnen werdenden Galgen umringen."

Und wären cs zehntausend," sagte Dwining;sollte ich,der ich hochgelehrt bin, der ich in Spanien und selbst in Ara-bien studirte, nicht fähig sein, die Augen dieser säuischen Bür-gerheerde zu täuschen, während der geringste Gaukler, der jeTaschenspielerei trieb, selbst die scharfe Aufmerksamkeit Eurerhöchst scharfsichtigen Ritterschaft hintergehen kann? Ich sageEuch, ich will sie so überlisten, als besäße ich Keddie'sRing."

Wenn Du Wahrheit redest," antwortete der Ritter,und ich denke. Du wagst nicht mit mir über dergleichen zuspaßen, so mußt Du des Satans Beistand haben, und ichwill nichts mit ihm zu thun haben. Ich verachte ihn undtrotze ihm."

Dwining mußte seinem innerlichen Lachen nachgeben, alser hörte, wie sein Gönner seinen Trotz gegen den bösen Feindaussprach und wie er ihn bekräftigte, indem er ein Kreuzschlug. Er bezwang sich indeß, als er Ramorny's Miene sehrernst werden sah, und sagte mit ziemlichem Ernste, obwohl