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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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das schöne Mädchen von Perth öffnete die Annen, heftete sieauf den Geliebten, der neben dem Bette knieete, und sankwieder auf's Kissen zurück. Da sie ihre Hand dem Druckedes Liebenden nicht entzog, so müssen wir mit billiger Nachsichtglauben, die Rückkehr des Bewußtseins sei nicht so vollkommengewesen, daß sie bemerkte, wie er den Vortheil mißbrauchteund sie abwechselnd an seine Lippen und an seine Brust drückte.Zugleich müssen wir gestehen, daß während dieses Rückfallesdas Blut ihre Wangen röthete und ihr Athem einige Minu-ten tief und unregelmäßig war.

Der Lärm vor der Thür begann jetzt viel lauter zu wer-den und Harry ward bei all' seinen verschiedenen Namen ge-rufen: Schmied, Gow und Harry von Wynd, gleichwie dieHeiden ihre Götter bei verschiedenen Namen anzurufen pfleg-ten. Endlich nahm die Menge draußen, wie portugiesischeKatholiken, wenn sie sich in Bitten an ihre Heiligen erschöpfthaben, ihre Zuflucht zu tadelnden Ausrufungen.

Daß Euch der Kuckuk, Harry! Ihr seid ein unwürdigerMann, Eurem Bürgcreide treulos, und ein Verräthcr derguten Stadt, wenn Ihr nicht sogleich herauekommt!"

Es schien, daß die Bemühungen der Amme Shoolbred inso weit erfolgreich waren, daß Katharinens Sinne sich einiger-maßen sammelten; denn indem sie ihr Gesicht mehr gegen dasdes Geliebten wandte, als ihre frühere Lage gestattete, ließsie ihre rechte Hand auf seine Schulter fallen, während siedie linke in der seinigen ließ und ihn leicht zurückzuhaltenschien, indem sie sagte:Geh' nicht, Harry bleib bei mir sie wollen Dich tödten, diese blutigen Menschen!"

Es schien, daß diese zarte Anrede (darauf gegründet, daßsie den Geliebten lebend fand, den sie nur als Leichnam zuerblicken erwartet hatte), obwohl sie ganz leise und fast unver-