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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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nach Rache. Euer Gnaden weiß vielleicht, daß der Burschesich zum Ritter des schönen Mädchens von Perth aufwirft undglaubt, cs gehöre zu seiner Ehre, alle Streitigkeiten ihres Va-ters auszufechtcn; aber ich habe ihm seinen Markt in diesemViertel verleidet und das ist schon ein Vorspiel der Rache."

Wie meint Ihr das, Wundarzt?" sagte der Kranke.

Euer Gnaden werden wissen," sagte der Apotheker,daßder Schmied nicht eingezogen lebt, sondern ein verliebter, lu-stiger Bursch' ist. Ich begegnete ihm am Valentinstag einigeZeit nach dem Kampfe zwischen den Bürger» und dem Ge-folge des Douglas; ja ich begegnete ihm, wie er mit einerSängerin durch Straßen und Gäßchen schlich, und Gepäckund Laute der Dirne auf dem einen Arme trug, während sieselber an dem andern hing. Was denken Euer Gnaden da-von? Ist das nicht ein schmucker Knappe, eines Prinzen Liebezum schönsten Mädchen in Perth hinderlich zu sein, die Handeines Ritters und BaronS abzuhaucn und den Kammerdienereiner wandernden Sängerin zu machen, Alles im Laufe vonvierundzwanzig Stunden?"

Wahrlich, ich denke besser von ihm, da er so viel ritter-lichen Humor zeigt, obwohl er ein Bauer ist," sagte Namorny.Ich wollte, er wäre ein gewissenhafter Mensch statt eineslustigen Burschen, dann hätt' ich mehr Neigung, Deine Rachezu unterstützen; und solch' eine Rache! Rache an einemSchmied im Streite eines erbärmlichen Arbeiters in altemLeder! Pfui! und doch soll die Rache vollkommen genom-men werden, Du hast sie, denk' ich, durch Deine eignen Ma-növer schon begonnen."

Nur in geringem Grade," sagte der Apotheker;ichsorgte dafür, daß zwei oder drei der berüchtigtsten Klatsch-gevatterinen in der Curfewstreet, denen es nicht gefällt, daß