„hat einen Beistand, von dem Du wenig verstehst — PaterClemens hat sich des jungen Burschen angenommen, und derfürchtet hundert Teufel so wenig, als ich eine Heerde Gänse."
„Pater Clemens?" sagte der Schmied; „Ihr macht im-mer einen neuen Heiligen in dieser guten Stadt St. John-ston- Bitt' Euch, wer mag der Teufelsbändiger sein? EinerEurer Einsiedler, der sich zum heiligen Werke vorbereitet, wieein Ringer zum Kampfe, und sich durch Fasten und Buße da-zu geschickt macht — nicht so?"
„Nein, das ist das Wunderbare bei der Sache," sagteSimon; „Vater Clemens ißt, trinkt und lebt ganz wie dieandern Leute — trotzdem beobachtet er streng alle Regelnder Kirche "
„O, ich begreife! ein lustiger Priester, der lieber fröhlichals heilig lebt, — der am Abend vor Aschermittwoch eineKanne leert, um sich für die Fasten zu stärken — ein Lebemann,der die artigsten Weiber der Stadt zur Beichte hört?"
„Ihr seid immer noch im Jrrthum, Schmied. Ich sag'Euch, meine Tochter und ich können weder einen Fastenden,noch einen vollen Heuchler ausstehen. Aber Pater Clemensist weder der eine noch der andere."
„Aber was ist er denn, in des Himmels Namen?"
„Einer, der entweder viel besser ist, als die Hälfte seinerBrüder von St. Johnston zusammengenommen, oder so viel-mal schlimmer, als der Schlimmste von ihnen,, daß es eineSünde und Schande wäre, ihn im Lande zu dulden."
„Mich dünkt, cs wäre leicht zu sagen, ob er der eine oderder andre ist, sagte der Schmied-
„Begnügt Euch, mein Freund," sagte Simon, „zu wissen,daß, wenn Ihr Pater Clemens nach dem beurtheilt, was Ihrihn thun sehet und sprechen hört, er Euch als der beste und