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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
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Wurde erkennen wir nichts als unsers Gleichen an. Wirrühmen uns, der Hofbezirk der Stadt zu sein, den Palast unddie Begräbnißüberreste der Fürsten umschließend, und daß wirim Stande sind, in einem, den minder ansehnlichen Quartie-ren der Stadt unbekannten Grade die düsteren und erhabe-nen Erinnerungen an die alte Größe zurückzurufen, welcheinnerhalb unserer ehrwürdigen Abtei herrschte seit der ZeitSt. Davids, bis herab auf den Zeitpunkt, wo ihre verlasse-nen Hallen noch einmal die Freude begrüßte und wo ihrlang verstummter Widerhall erweckt wurde durch den Besuchunsers gegenwärtigen erhabenen Fürsten.

Mein langer Aufenthalt in der Nachbarschaft und meinruhiges ehrbares Benehmen setzte mich in eine Art freundschaft-liches Verhältniß mit der guten Mrs. Policy, der Hausverwal-terin in dem interessantesten Theile des alten Gebäudes, ge-nannt die Zimmer der Königin Maria- Aber ein Vorfall, dersich kürzlich ereignete, hat mir noch größere Vorrechte verschafft,so daß ich in der That, glaub' ich, das Wagstück Chatelet's be-stehen könnte, welcher hingerichtet wurde, weil man ihn Nachtsim Schlafgemach der Herrscherin Schottlands versteckt fand.

Es traf sich, daß die gute Frau, deren ich erwähnte, ihremBerufe gemäß einem Gecken aus London die Zimmer zeigte;nicht einem jener stillen, stumpfen, gewöhnlichen Gäste, welchemit aufgesperrtem Munde und mit einem beifälligenHm"den cingelernten Worten des Cicerone lauschen. Ein solcherwar's nicht es war der muntere, gewandte Agent einesgroßen Hauses in der City, der keine Gelegenheit vorbeiließ,Geschäfte zu machen, wie er's nannte, d. h. die Maaren sei-ner Geschäftsfreunde loszuschlagen und zugleich für eigneRechnung seinen Vortheil zu suchen. Hastig war er durch dieReihe der Zimmer geeilt, ohne die geringste Gelegenheit zu