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hätte sie gewiß mit meiner einzigen Lanze aus dem Sattelgeworfen. So, Rebecca, hätte Deine Unschuld erwiesen wer-den sollen, und von Deiner Dankbarkeit allein würde ich denLohn des Sieges erwartet haben "
„Das ist nur eine leere Prahlerei," sagte Rebecca; „Ihrnahmt meinen Handschuh an, und mein Kämpfer, wenn einso verlassenes Geschöpf wie ich einen finden mag, muß sichEurer Lanze in den Schranken stellen; und doch — doch nehmtIhr noch die Miene meines Freundes und Beschützers an?"
„Ja, Deines Freundes und Beschützers," versetzte der Temp-ler sehr ernst — „ich will es sein! Doch merke Dir, mit wel-cher Gefahr oder vielmehr Gewißheit der Entehrung, unddann schilt mich nicht, wenn ich meine Bedingungen mache,ehe ich Alles, was ich im Leben für theuer und werth geachtethabe, aufopfere, um das Leben eines Judenmädchens zu retten."
„Sprich, ich verstehe Dich nicht," sagte Rebecca.
„Nun denn," sagte Bois-Guilbert, „so will ich so freiheraus reden, als je ein reuiger Sünder im Beichtstuhl zuseinem geistlichen Vater sprach. Rebecca, wenn ich nicht inden Schranken erscheine, verliere ich Ehre und Rang, und wasdas Element meines Lebens ist, die Achtung, in der ich beimeinen Brüdern stehe, und die Aussicht, einst an die hohe Stellezu kommen, die jetzt der bigotte und fanatische Lucas Beau-manoir einnimmt. Das ist mein Loos, wenn ich nicht gegenDich in Waffen erscheine. Verwünscht sei Grodarlike, dermir diese Falle stellte — und doppelt verwünscht Albert vonMalvoisin, der mich von dem Entschlüsse abhielt, Deinen Hand-schuh dem abergläubischen alten Narren ins Gesicht zu wer-fen, der auf eine so alberne Klage gegen ein so hochgesinntesund reizendes Geschöpf, wie Du bist, hören konnte."
„Wozu jetzt solche Schmeicheleien?" entgegnete Rebecca.
Jvanhoc. III. 8