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„Es wäre wohl besser, ich ginge in seine Wohnung undmachte ihn vollkommen mit Eurer Hoheit Willen bekannt,"sagte de Bracy; „denn da mir dies gänzlich entging, magWaldemar es auch nicht gehört haben."
„Nein, nein," sagte Prinz Johann ungeduldig, „ich ver-sichere Dir, er hörte Alles, und überdies habe ich andereBeschäftigung für Dich. Moritz, komm hicher, ich will michauf Deine Schulter stützen."
In dieser vertrauten Stellung gingen sie durch die Halle,und Prinz Johann sprach mit der größten Vertraulichkeit wei-ter: „Was denkst Du von diesem Waldemar Fitzurse, mein lie-ber de Bracy? — Er hofft unser Kanzler zu werden. Gewißwerden wir uns bedenken, ehe wir ein so hohes Amt einemManne geben, welcher deutlich zeigt, wie wenig er unser Blutverehrt, indem er so bereitwillig ans dieses Unternehmen ge-gen Richard eingeht. Du glaubst gewiß, daß Du etwas vonunserer Achtung eingebüßt hast, weil Du so kühn diese unan-genehme Aufgabe ablehntest—aber nein, Moritz! ich ehre Dichvielmehr wegen Deiner tugendhaften Standhaftigkeit. Es gibtDinge, welche nothwendig geschehen müssen, ohne daß wirden Thäter derselben weder lieben noch ehren; und es gibtWeigerungen uns zu dienen, die vielmehr die in unserer Ach-tung erheben, welche unsere Forderung nicht erfüllen. DieGefangennahme meines Bruders verleiht keinen so großenAnspruch auf das hohe Amt des Kanzlers, als Deine ritter-liche und muthigc Weigerung auf den Stab des Großmar-schalls. Bedenke dies, de Bracy, und geh an Dein Geschäft."
„Elender Tyrann!" murmelte de Bracy, als er den Prin-zen verließ; „wer sich auf Dich verläßt, ist übel berathen.Wer Dein Gewissen in Verwahrung hat, kommt wahrhaftigmit leichter Mühe davon- Aber Großmarschall von England!"