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„Du bist toll, de Bracy — welchen Vorschlag machen wirDir denn — Dir, dem gedungenen Hauptmann einer Frei-compagnie, deren Schwerter zum Dienste des Prinzen Johannerkauft sind? Wir deuten Dir unfern Feind an, und dannbesinnst Du Dich noch, obgleich das Glück Deines Patrons,das Deiner Kameraden, Dein eigenes, und Leben und Ehrevon uns Allen auf dem Spiele steht!"
„Ich sage Dir," versetzte de Bracy finster, „daß er mirdas Leben schenkte. Freilich schickte er mich von sich und ver-weigerte meine Huldigung — dennoch will ich meine Handnicht gegen ihn erheben."
„Es ist nicht nöthig — schicke Ludwig Winkelbrand undeinige zwanzig von Deinen Leuten."
„Ihr habt selber Schurken genug," sagte de Bracy; „kei-ner von meinen Leuten soll einen solchen Auftrag übernehmen."
„Bist Du so widersetzlich, de Bracy?" sagte Prinz Jo-hann, „und willst Du mich verlassen nach so vielen Betheue-rungen des Eifers in meinem Dienste?"
„Das meine ich nicht," sagte de Bracy; „ich will in Allembei Euch aushaltcn, was einem Ritter ziemt, sei es im Felde,oder im Lager; doch dergleichen mörderische Anfälle gehörennicht zu meinem Dienst."
„Komm hicher, Waldemar," sagte Prinz Johann. „Ichbin ein unglücklicher Fürst. Mein Vater, der König Heinrich,hatte treue Diener — er durfte nur sagen, daß er von einemaufrührerischen Priester geplagt werde, »nd das Blut deSThomas a Decket, so heilig er war, besteckte die Stufen seineseigenen Altars. — Tracy, Morville, Brito waren getreue undkühne Unterthanen, deren Geist und Namen erloschen sind;und obgleich Reginald Fitzurse einen Sobn hinterlassen hat,so ist er doch von seines Vaters Treue und Muth abgesallen."