wollten, einen Pfeil durch die Brust. Ein anderer Soldat,der dem Gefallenen das Brecheisen aus der Hand nehmenwollte, womit das Mauerwerk abgebrochen werden sollte, er-hielt einen Pfeil durch die Sturmhaube und stürzte todt inden Schloßgraben. Die andern Soldaten staunten und stutz-ten, denn keine Rüstung schien diesem furchtbaren Schützenwiderstehen zu können.
„Mir das Eisen, ihr feigen Buben!" rief de Bracy- Undnun versuchte er den schon wankenden Block hinabzustürzen.Wäre es ihm gelungen, so würde er sowohl den Ucberrest derZügdrücke, als auch das Floß zerstört haben. Alle bemerktendie Gefahr, und selbst der herzhafte Eremit wollte den Fußnicht auf dasselbe setzen. Drei Pfeile schoß Locksley auf deBracy ab, und alle drei prallten unwirksam von seiner Rü-stung ab.
„Verfluchter spanischer Panzer!" rief Locksley, „hätte ihnein englischer Waffenschmied gemacht, diese Pfeile müßten ihndurchbohrt haben, als wäre er von Seide oder Leinwand ge-wesen."
Dann rief er Cedric zu, er möge zurückgehen, um der fal-lenden Masse auszuweichen. Doch Cedric konnte die War-nungsstimme vor dem furchtbaren Getöse nicht vernehmen,welches der schwarze Ritter durch seine Schläge an die Thürverursachte. Der treue Gurth sprang indeß vorwärts, umCedric entweder zu retten, oder sein Schicksal zu theilen.Allein seine Rettung würde doch zu spät gekommen sein, dennschon wankte das furchtbare Mauerstück auf seinem Grunde,wenn nicht des Templers Stimme plötzlich de Bracy ins Ohrgetönt hätte.
„Alles ist verloren!" rief dieser, „das Schloß brennt!"
„Bist Du toll?" versetzte der Ritter.