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14 (1851) Ivanhoe
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den, der Dir das Nächste und Theuerste auf Erden mordete,der lieber das Blut der Kindheit vergoß, als daß ein männ-licher Sprößling des edlen Hauses von Torquil Wolfgangerhätte übrig bleiben sollen; mit dem, mit dem hast Du gelebt,in den Banden einer gesetzlosen Liebe?"

»In gesetzlosen Banden allerdings," versetzte die Alte,doch nicht in den Banden der Liebe! Liebe wird eher dieGegenden der ewigen Verdammniß, als diese verfluchtenHallen besuchen. Nein! diese darf ich mir wenigstens nichtvorwerfen, Haß gegen Front-de-Boeuf und sein ganzes Ge-schlecht hat meine Seele in der tiefsten Tiefe erfüllt, selbst inden Stunden verbrecherischer Freuden."

Du haßtest ihn und doch lebtest Du" erwiederte Ce-dric;Elende, gab cs denn leinen Dolch, kein Messer, keineNadel? Gut war es für Dich, da Dir doch ein solches Lebenlieb war, daß die Geheimnisse eines normännischen Schlossesunbekannt wie die des Grades sind. Hätte ich gcahnet, daßdie Tochter Torquil's in schändlicher Gemeinschaft mit demMörder ihres Vaters lebe, wahrlich, das Schwert eines treuenSachsen.würde Dich selbst in den Armen Deines Buhlen ge-funden haben."

Würdest Du Torquil's Namen wirklich diese Gerechtigkeiterwiesen haben?" sagte Ulrica, denn wir lassen sie nun ihrenangenommenen Namen Urfried ablegen.Du bist also dertreue Sachse, von dem ich so oft gehört habe; denn selbst in-nerhalb dieser verfluchten Mauern, wo, wie Du richtig sagst,die Schuld sich in undurchdringliches Geheimniß hüllt, hierselbst ist Dein Name erschollen, und ich, elend und entehrt,habe mich gefreut, daß noch ein Rächer unsers unglücklichenVolkes lebte. O, auch ich habe meine Stunden der Rachegehabt, ich habe die Zwistigkeiten unserer Feinde genährt, und