Von der Rückkehr des Königs Richard sprach er wie von ei-nem Ercigniß, welches gänzlich außer dem Bereich der Mög-lichkeit sei; doch als er an den zweifelhaften Blicken und un-bestimmten Antworten, die er erhielt, bemerkte, daß dies dieFurcht sei, die sich am tiefsten der Gemüther seiner Anhängerbemächtigt hatte, behandelte er dieses Ereigniß, wenn es wirk-lich stattfinden sollte, kühn als ein solches, welches ihre poli-tischen Berechnungen durchaus nicht stören dürfe.
„Wenn Richard zurückkehrt," sagte Fitzurse, „so wird erseine verarmten und ausgehungerten Kreuzfahrer auf Kostenderjenigen bereichern, die ihm nicht in das gelobte Land ge-folgt sind. Er kehrt zurück, um diejenigen zu schrecklicher Re-chenschaft aufzufordern, die während seiner Abwesenheit irgendetwas gethan haben, was man als Verletzung entweder derGesetze des Landes oder der Privilegien der Krone ansehenkann. Er kehrt zurück, um sich an dem Orden des Tempelsund des Spitals zu rächen, weil sie Philipp von Frankreichwährend der Kriege im gelobten Lande den Vorzug gegeben-Kurz, er kehrt zurück, um jeden Anhänger seines Bruders Jo-hann als einen Rebellen zu bestrafen. Fürchtet Ihr Euch vorseiner Macht?" fuhr der listige Vertraute des Prinzen fort;„wir erkennen ihn als einen starken und tapfern Ritter an;doch wir leben nicht mehr zur Zeit des Königs Arthur, woein Kämpfer es mit einer ganzen Armee aufnehmen konnte.Wenn Richard in der That zurückkommt, so wird cs allein— ohne Freunde und Begleiter geschehen. Die Gebeine sei-ner tapfern Armee bleichen auf dem Sande von Palästina.Die wenigen von seinem Gefolge, welche zuruckgekehrt find,kamen gleich diesem Wilfred von Jvanhoe arm und bettelhafthier an. — Und was redet Ihr von Richard's Geburtsrecht?"fuhr er als Antwort auf die ihm gemachten Einwürfe fort;