mit dem Sultan eingehen wird, von denen du glaubtest, daßer sie mit Verachtung zurückwiese?"
„NunbeiMahoundundThermagaunt, denn christliche Flüchefind aus der Mode," sagte Conrad, „sagstdu, der stolze König vonEngland würde sein Blut mit einem heidnischen Sultan ver-mählen? — Ich hatte diesen Vorschlag politischer Weise bei-gcmischt, um ihm den ganzen Vertrag zu verleiden. Ob wirihn durch einen Vertrag oder durch den Sieg zum Herrenbekommen, ist gleich schlimm für uns."
„Deine Politik hat Richards Verdauung falsch beurtheilt,"antwortete der Templer; „ich kenne seine Ansicht durch ein heimlichWörtchen vom Erzbischof. — Und dann dein Meisterstück mitdem Banner — man hat nicht größeres Aufhebens davon ge-macht, als zwei Ellen gestickter Seide werth find. MarquisConrad, dein Witz geht zu Neige — ich will mich nicht längerauf deine feinen Pläne verlassen, sondern meine eigenen ver-suchen. Kennst du nicht die Leute, welche von den SaracenenCharegiten genannt werden?"
„Warum nicht?" antwortete der Marquis; „cs find ver-zweifelte und verrückte Schwärmer, die ihr Leben dem Gedei-hen der Religion geweiht haben — etwa wie die Templer —nur daß fie in ihrem Wirkungskreise nie stille stehen."
„Scherze nicht," antwortete der finstere Mönch; „wisse,einer von diesen Leuten hat in seinem blutigen Gelübde jenenJnselkönig ausersehen, um ihn als den Hauptfcind des maho-medanischcn Glaubens zu erschlagen."
„Ein sehr verständiger Heide," sagte Conrad. „Mahomedverleihe ihm dafür sein Paradies!"
„Er wurde in dem Lager von einem unserer Knappen er-griffen, und in einem geheimen Verhör hat er mir seinen fe-sten Vorsatz frei gestanden," sagte der Großmeister.