Fünfzehntes Kapitel.
Mit gellendem TrompetentonWar längst der Hahn erwacht.
Und hatt' dein wackern Bauer schonDen Morgen angesagt.
Der König Edward sah durch'S GranDer Frühe rothe Glut.
Und hört' des Naben WeissagungVon einem Tag voll Blut,
„Hast Recht." sprach er, „beim höchsten Gott!Denn heute must fürwahrKarl Bawdwin sterben und mit ihmSein traut Genossenpaar."
CHatterton-
Den nämlichen Abend, an welchem Sie Kennet- die Wacheübernommen hatte, war Richard nach dem stürmischen Auftritt,der ihn aus seiner Ruhe gerissen hatte, zu Bette gegangen mitdem vollen Vertrauen, das ihm sein unbegränzter Muth eingab,und mit dem Gefühl der Ueberlegenheit, die er gezeigt, indemer den Punkt, wonach er zielte, getroffen hatte in Gegenwartdes ganzen Christcnheeres^und seiner Führer, von denen Manche,wie er wußte, die Demüthigung des Herzogs von Oestreich wieeinen Triumph über sie selber ansahen, so daß sich sein Stolzgeschmeichelt fühlte dadurch, daß er durch die Züchtigung einesFeindes ein hundert derselben beschämt hatte.
Ein anderer Monarch würde nach einem solchen Auftritt amAbend seine Wache verdoppelt, und wenigstens einen Theil seinerTruppen unter den Waffen gehalten haben. Aber LöwenherzDer Talisman. II. 1