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Fahne, und wenn der Ruf der Posten von den entferntenVertheidigungslinten her erschallte, antwortete es mit einemtiefen, wiederholten Bellen, wie um zu zeigen, daß es aufseine Pflicht bedacht sei. Wiederum auch senkte cs von Zeitzu Zeit sein hohes Haupt und wedelte mit dem Schwanz,wenn sein Herr beim Auf- und Abgehen in kurzen Zwischen-räumen an ihm vorbeischritt; oder wenn der Ritter stille undsinnend stehen blieb, auf seine Lanze gelehnt, und den Blickzum Himmel gewendet, so versuchte sein treuer Gefährte zu-weilen, seine Gedanken zu vertreiben, und ihn aus seinenTräumen zu wecken, indem er seine große, rauhe Schnauzegegen den Handschuh des Ritters stieß, um ein flüchtigesStreicheln zu erhaschen.
Zwei Stunden von des Ritters Wache waren so vergan-gangen, ohne daß sich etwas Merkwürdiges ereignet hätte.Endlich und auf einmal fing das schöne Windspiel wüthendan zu bellen, und schien auf dem Punkt fort zu springen, woder Schatten am finstersten war, aber es wartete, als wär'san der Leine, bis es den Willen seines Herrn erführe.
„Wer da?" rief Sir Kenncth, bemerkend, daß etwas aufder Schattenseite des Hügels herangeschlichen käme.
„Im Namen Merlins und Maugis," gab eine widerlicheund krächzende Stimme zur Antwort, „haltet Euren vier-füßigen Teufel an, oder ich komme nicht zu Euch."
„Und wer bist du, daß du dich meinem Posten nähernwillst?" sagte Sir Kenneth, seine Augen fest auf einen Ge-genstand richtend, den er dicht am Boden den Berg hcrauf-kommen sah, ohne die Gestalt genau unterscheiden zu können.„Vorgesehen — ich stehe hier auf Tod und Leben."
„Halt deinen bissigen Satanas an," sagte die Stimme,„oder ich banne ihn mit einem Bolzen meiner Armbrust."
Der Talisman. I. 14