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13 (1851) Der Talisman
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Haltung, wodurch er dem Fremden Achtung abzunöthigenglaubte.

Der Prälat war in der That eine auffallende, gebiete-rische Gestalt. In seiner Jugend war er ausgezeichnet schöngewesen, und selbst im Alter wollte er es nicht gern wenigerscheinen. Seine bischöfliche Kleidung hatte ein reiches Aus-sehen; ste war mit kostbarem Pelzwerk verziert, und er trugüber derselben ein mit kostbaren Spitzen verziertes Chorhemd.

Die Ringe an seiner Hand waren eine schöne Baroneiwerth, und die Mütze, die er wegen der Hitze aufgeheftelt undnach hinten geschoben trug, hatte Hefte von lauterem Gold, wo-mit ste um den Hals und unter dem Kinn befestigt werdenkonnte. Sein langer Bart, silberweiß vor Alter, fiel über dieBrust herab. Der eine von den jungen Akoluthcn, die ihm folg-ten, machte einen künstlichen Schatten, indem er nach damaligermorgenländischer Art einen Schirm von Palmblättern übersein Haupt hielt, während der andere dem hochwürdigen Her-ren mit einem Fächer von Pfauenfedern Kühlung zuwehte.

Als der Bischof von Tprus in die Hütte des schottischenRitters trat, war derselbe abwesend, und der maurische Arzt,den zu sehen er gekommen war, saß in dcrnämlichen Haltungda, worin ihn de Vaur vor einigen Stunden verlassen hatte,nämlich mit kreujweis gelegten Beinen, auf einer aus Blätterngeflochtenen Decke, zur Seite des Kranken, der tief zu schlafenschien und dessen Puls er von Zeit zu Zeit fühlte. Der Bischofstellte sich stillschweigend zwei oder drei Minuten vor ihn, alswenn er einen ehrerbietigen Gruß von dem Saracenen erwarte,oder wenigstens ein Zeichen, daß der Ungläubige durch seinewürdevolle Erscheinung bestürzt sei. Ader Adonbec el Hakimschenkte ihm keine Aufmerksamkeit außer einem flüchtigen Blick,und als ihn der Prälat endlich in der im Lande üblichen linguri