Druckschrift 
13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
59
Einzelbild herunterladen
 

SS

der Prophet gelobt sei sein Name!die Saat eines besse-ren Glaubens als der war, den unsere Vorfahren in den Gei°sterhallen von Tugrut lernten, unter uns ausgestreut hat; sowaren wir doch nicht geneigt, eine schnelle Verdammung überdie erhabenen und mächtigen Urgeister auszusprechen, derenGeschlecht wir in Anspruch nehmen. Diese Genien sind, unse-rer Meinung und Erwartung gemäß, nicht alle verworfen, son-dern sie sind noch auf dem Wege der Prüfung, und haben inder Zukunft Lohn oder Strafe zu erwarten. Ueberlaffen wirdas den Mollaps und Imams. Genug, daß bei uns die Ver-ehrung jener Geister durch das, was wir aus dem Koran ge-lernt haben, noch nicht gänzlich ausgetilgt werden konnte, unddaß Viele von uns noch immer zur Erinnerung an den altenGlauben der Väter Verse singen, wie die folgenden find."

Als er so gesprochen, schickte er sich an, Verse zu singen,die ihrem Bau und ihrer Sprache nach sehr alt sein mußten,und die von Einigen für das Werk der Verehrer des bösenWesens Arimanes gehalten werden.

O Ahriman, du finstrer GeistDes Bösen, den noch Irak preißt!

Wenn wir in finstrer NachlGebückt vor deinem Throne steh'n;

Und furchterfüllt das Dunkel seh'n;

Was gleicht dann deiner Macht! '

Verleiht der güt'ge Geist den Quell,

Der in der Wüste silberhellDem müden Wandrer blinkt;

Dein ist der Brandung Schreckgewalt,

Der Sturmwind, der Verderben hallt.

Daß Schiff auf Schiff versinkt.

Spricht Jener; sprießt vom ErdenschooßManch' heilend Kraut, manch' heilend Moos,

Doch können sie nicht heilen

Von Schwindsucht oder Weh, das fest.

Von rothem Fieber oder Pest

Von deines Köchers Pfeilen.

Du herrschest über'S Menschenherz;

Oft eilen Worte himmelwärtsJum güt'gcn Geist hinan;