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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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hatte. Kein Umstand wurde da vergessen, von dem männlichenFeuer des Bräutigams und dem verschämten Erröthcn derBraut bis zum neuen Chorrock des Pfarrers und zum seide-nen Mäntelchen der Brantführcrin. Allein solche Beschreibun-gen sind jetzt nicht mehr beliebt, vermnthlich aus demselbenGrunde, warum öffentliche Hochzeiten nicht mehr üblich sind,so daß jetzt das glückliche Paar, anstatt ihre Freunde zumSchmause und Tanze zusammenzurufen, in einem einsamenPostkütschlein entweicht, als wollte es sich heimlich trauenlassen, oder als hätte es Schlimmeres vor. Ich bin nicht un-dankbar für eine Veränderung, welche dem Verfasser den müh-samen Versuch erspart, der abgedroschenen Beschreibung solcherDinge eine neue Färbung zu geben. Nichtsdestoweniger sehe ichmich dies Mal dazn genöthigt, gleichwie ein Wanderer zuwei-len durch Umstände gezwungen wird, einen alten, längst ver-legten Weg einzuschlagen. Der aufmerksame Leser wird gefun-den haben, daß im vorigen Kapitel alle nnnöthigen und min-der interessanten Charaktere bei Seite geschafft sind, um denFußboden für die lustige Hochzeit rein zu machen.

In der That, es würde unverzeihlich sein, leicht hinweg-zugchen über Etwas, woran unsere Hauptperson, König Jakob,so lebhaften Antheil nahm. Dieser gelehrte und gutmüthigeMonarch spielte keine große Rolle in der europäischen Politik.Dafür war er außerordentlich geschäftig, wenn er Gelegenheitfand, sich in die persönlichen Angelegenheiten seiner lieben Un-terthanen zu mischen. Die bevorstehende Vermählung des Frei-herrn von Glenvarloch war Etwas, das ihm sehr am Herzenlag. Die Schönheit und Verlegenheit der Gretel Ramsay,wie er sie nannte, hatte bei der ersten Gelegenheit, wo er siesah, einen großen Eindruck auf ihn gemacht, und ein solcherEindruck war bei ihm etwas Ungewöhnliches. Dabei that er