Viertes Kapitel.
Ihr Juliusthürme! Londons stete Schande,
Mit manchem schnöden Meuchelmord befleckt!
Gray.
So ruft Gray aus, und lauge vor ihm hat Bandelloetwas Aehnliches gesagt. Derselbe Gedanke muß sich Jedemaufgcdraugt haben, welcher, des Schicksals früherer Gefangenenin dieser Veste gedenkend, Grund hatte, wegen seines eigenenbesorgt zu sein. Der dunkle, niedrige Bogengang, welcher,gleich dem Eingänge in Dantc's Hölle, alle Hoffnung ausRückkehr abzusprechen schien, das Murmeln der Thorwärterund die beim Oeffnen und Schließen des Gitterthürcheus beob-achteten kleinen Förmlichkeiten, der kalte, gezwungene Grußdes Lieutenants, der dem Gefangenen die gemessenen Achtungs-bezeugnngen eines Höheren erwies, — Alles dies machte einentiefen Eindruck ans Nigcln und ließ ihn empfinden, daß erGefangener sei.
„Ich bin gefangen, ich bin im Tower," sagte er unwill-kürlich.
Der Lieutenant verbeugte sich und sprach: „Und meinePflicht ist, Ew. Herrlichkeit in Dero Gemach zu weisen, wo