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„Findet er seine Rettung in der Flucht," fuhr Frau Urselfort, „so muß er Jahre lang, wenn nicht für immer, den Hofmeiden, und du kennst das alte Sprichwort: Aus den Angen,ans dem Sinn."
„Wahr, sehr wahr," bemerkte Jan. „Ihr sprecht wie eineSibylle, weise Ursel."
„Nicht wahr, ich wußte, du würdest am Ende der VernunftGehör geben," sprach das listige Weib. „Und dann, wenn be-sagter Herr ein für alle Mal auf und davon ist, wer wirddaun der Vertraute des Jüngfcrcheus? wer füllt den leerenPlatz in ihrer Zuneigung aus? Niemand anders als du, Perleder Lehrbnrschen. Dabei ist zu bemerken, du hast dann deineeigenen Neigungen überwunden, um dich den ihrigen anznbe-qucmen — und dagegen ist kein Weib gleichgültig; du hastdann dich Gefahren ansgesetzt, um ihre Wünsche zu erfüllen,— und was liebt ein Weib mehr, als Mannhaftigkeit nndFügsamkeit in ihren Willen? Du besitzest dann ihr Geheim-niß, und sie muß dich mit Gunst und Rücksicht behandeln nndVertrauen auf dich sehen, und insgeheim mit dir verkehren,bis sie mit dem einen Auge um den abwesenden Geliebte»weint, den sie nicht mehr sehen wird, nnd mit dem andernlächelt gegen den anwesenden Liebhaber. Und wenn du danndem Verhältnis;, in das du mit ihr zu stehen kommst, nichteine erwünschtere Gestalt zu geben weißt, dann bist du nichtder lebendige Junge, für den dich alle Welt hält. Hab' ichrecht gesprochen?"
„Ihr habt gesprochen wie eine Kaiserin, großmächtige Ur-sula," antwortete Jan Vincent. „Euer Wille soll geschehen."
„Ihr wißt im Elsaß Bescheid?" fragte der weiblicheSchntzgeist.
„Ob ich dort Bescheid weiß?" antwortete Jan, den Kopf
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