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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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Der alte Graf schwieg einen Angcnblick und schien denErinnernngen nachznhängen, welche die Erwähnung der beidenBurgen in ihm erweckt hatte.

Wird Lord Dalgarno nächste Woche dem Hofe nach New-market folgen?" fragte Heriot, nm das Gespräch wieder inGang zu bringen.

Ich glaube, er hat es im Sinne," antwortete Lord Hunting-len und versank dann wieder in sein Nachsinnen. Nach etwazwei Minuten redete er Nigeln folgendermaßen an:JungerFreund, wenn Ihr, wie ich hoffe, in den Besitz Eurer Erbschaftkommt, so werdet Ihr, denk' ich, nicht die Zahl der Müssiggän-ger am Hofe vermehren, sondern auf Eures Vaters Gnte woh-nen, Eure alten Lehnsleute wohl halten, Euren armen Ver-wandten beistehen, den Armen vor Unterdrückung durch Unter-gebene schützen, kurz das thnn, was unsere Väter thaten mitweniger Einsicht und Mitteln, als wir besitzen."

Und dieser Rath, auf dem Lande zu bleiben, kommt von eineralten und steten Zierde des Hofes," bemerkte der Goldschmied.

Allerdings von einem alten Hofmanne," erwiderte der Graf,und von dem ersten inmeincrFamilie, der sich so nennen konnte.Mein grauer Bart fällt auf eine flandrische Halskrause und ansein seidenes Wams, während der meines Vaters auf Büffellederund Stahl ruhte. Ich möchte nicht, daß diese Tage des Kam-pfes wiederkehrten; aber gern möchte ich wieder einmal dieEichen meines alten Forstes von Dalgarno von Jagdrnf, Hör-nerklang und Hundcgebell wiederhallen lassen und unter dergewölbten Decke meines Saales den herzlichen Ruf meinerLehnsleute und Pächter vernehmen, während der Becher mitWeißbier unter ihnen die Runde macht. So möchte ich auch,bevor ich sterbe, noch ein Mal den breiten Tay sehen fürmich ist er herrlicher, als selbst die Themse."