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Haupt in. Nichts destoweniger gilt cs für niedrig, bloßum des Gewinns willen zu schreiben.
Verf. Es wäre niedrig, den Gewinn zur ausschließlichenoder auch nur zur hauptsächlichsten Triebfeder literarischer Tä-tigkeit zu machen. Ja ich gehe so weit, zu sagen, daß keinErzengniß des Geistes, welches der Rücksicht ans eine gewisseSumme Geldes seinen Ursprung verdankte, je Glück gemachthat. Der Anwalt, welcher redet, der Krieger, welcher kämpft,der Arzt, welcher verschreibt, der Geistliche — falls es solchegibt — welcher predigt ohne Eifer für seinen Berns oder ohneein Gefühl seiner Würde, blos mit Rücksicht auf Deserviten,Sold und Gehalt, erniedrigt sich zu einem schmutzigen Hand-langer. Darum werden in England die Dienste des Anwaltsund des Arztes als keiner eigentlichen Schätzung unterworfenbetrachtet und nicht bezahlt, sondern honorirt. Allein lassenSie einen Clienten oder Patienten die Ceremonie des Hono-rars, welches dem Scheine nach gar nicht in Betracht kommt,versäumen, und sehen Sie dann, was die gelehrten Herrenfür Angen dazu machen. Leere Worte bei Seite gesetzt, istderselbe Fall bei literarischem Erwerb. Kein Mensch, von wel-chem Range er auch sei, ist darüber erhaben oder sollte dar-über erhaben sein, eine billige Vergütung für seine Zeit undeinen angemessenen Antheil von dem Capital zu empfangen,welches sogar sein Dasein seiner Thätigkeit verdankt. AlsCzar Peter an den Schanzen arbeitete, empfing er den Soldeines gemeinen Soldaten. Große Herren, Staatsmänner, Theo-logen, die Ausgezeichnetsten ihrer Zeit haben es nicht unterihrer Würde gehalten, mit ihren Buchhändlern abznrechnen.
Hanptm. (singt)
„War' dies Geschäft so niedrig.
Kein Mann von Stand wnrd'S treiben,