Druckschrift 
8 (1853)
Seite
403
Einzelbild herunterladen
 

mad ich leiber »crfcbulbct habe: fotttc ich gan$ troftlod bleiben?3(1 benn ber Sltlcrbarmcr nicht auch mein Grbarmcr? 3ff et füralle feine GcrfcbafFencn ein gtiabiger Vater, unb für mich nicht?

9?ein, nein! ©u bifi aud) mein Gerbarmet unb ©rtöfet, unb©u rcillft mid; nid;t ganj »erfiofen. @ro(5 ifl bie 3af)l meiner©ünben, aber ©eine Sarmberjigfeit größer ald meine ©d;ulb.3cb bin nicht mertb, baß ©u mir btcö Scheit gabß, meld;cd itbmit ©ünben beflccfte; ©eine V3elt mid; erblitfen ließeß, bie id;mit meinen Vergebungen entmeibte. 3d> bin nid;t mertb aller©einer Sarmbcrjigfeit unb ©reue unb bennoeb hoffe icbr »mein ©rbarmer, mein ©rlöfer, auf ©eine ©nabe, unbSuläffeßmich nicht ju ©Rauben merben.

©priebfi ©u cd nicht felber, o grunbgütiger ©djobfer meiner©eele: 3tb höbe ©ich einen ffeinen Slugenblid »erlaßen; abermit grofer S3armbcrjig!cit mtll ich ©ich fantmeln. 3cb höbe meinSlngeßcbt tm ülugcnbticf bed 3brnd ein menig »or bir »erborgen;aber mit emtger ©nabe tritt ich mich beiuer erbarmen! ©ubaft mich noch geliebt, fclbß ba ich gegen Steh fo ferner gefün«btgt: liebß ©u Sein febmadjed 3Einb meniger, nun ich ©eine©träfe leibe? 2Bcnn mich fütcntanb mehr tröflen will, SUe*manb mich tröflen faitn: ©u bletbß mein ©roß immerbar 12ld), ber am toitje blutete, auch für meine ©eligfeit bater geblutet! Unb er mar ed, ber mich in meinen Ueitgßen ju©ir empor mied, unb ben Zeitigen Sunb jliftete, meteben id>brach.Sod; cd folfcn mobl Serge mcicbcn unb §>iiget btnfal»len," fpricbß Su, mein £err, mein Srliifcr,aber meine ©nabefolt nicht »on bir meidjen unb ber Sunb meined griebend follnicht btnfallcn!" (3cf. 54, 10.) ©o bift ©u mein Reifer titiSelben, mein ©ott unb mein ©roß immerbar.

©o erbarme ©id; benn meiner mit ©einer emigen ©nabe, fofantmfe mich benn mieber jit ©ir unb behalte mir nicht meine