Druckschrift 
8 (1853)
Seite
398
Einzelbild herunterladen
 

398

mit feinem fcharfen ÜKeffer auch moht tns gefunbc gleifch, umeinen um ftch frcffenben Schaben mit ber 2Bttr;cl megjunchmcn,unb bic bölltgc ©efunbhcit jurücfjuführen. 2Ber milt benn megenbeb augenblicfltchcn ©chmerjeS berjmcifeln? Sttleö gefchicht jobcr langen 3ufunft mitten. SEBenn meine ©eliebteftcn bal;in mclfenunb crfranfen unb ben ©etfi aufgeben, ach, mobl ift cS bitter!2lber fie lebten bod) nicht für biefeö Sebcn ntlcin. @S mar nichtbitter für ftc; unb mären fie auch gern noch länger bei mir geblieben:o ftc mufften nicht, maS ihnen gut mar. triumphiren ftc

über tpren eigenen fjrrthum, bie Sertlärten. ©S mar bitter fürmich; mein Hers hing gar ju innig an ihnen. 2lber ift bennbicö §>crj bon ihnen getrennt? Sehen ftc benn nicht mit mir noch totgleichen Haufe meines SSatcrö? ©migfein ift unfer SooS; miefann mich benn bcr Slugcnblid beugen? gretlich fönnte teft glauben:ihre Scbendlänge hienieben hätte mohl noch fine 3ulage bon mch=rem Sagen tgcflattct. Slber, btt furjffchttgeO SEBcfen, metm bufähig märeft, bie SBerfettung bcr ©djictfatc ju bitrchblicfen: meißtbu, ob bu ihnen felbft eine folche 3atage gemiinfebt haben rniir»befi? 2Bas ©ott tfjut, bad ift mohlgethan. ftticht ntetn SÜSitlegcfchchc, nur ber ©einige!

©elbft ifranlheit, felbft Sob tonnen nicht für ein järtlichcb©cmüth fo herbe fein, als ber ©chrncrj, mctchen uns treulofegrettnbe bcrurfachcn, bie uns bemctfjcn, inbem mir ftc liebten;bie uns täufebten, titbem mir an fte glaubten. SDBelc^ ein tieferSummer für gute vieltem, meun fte bas ©chidfat hoben, Siel»tern ungeratener, fchlechter Sinber ju fein! menn mm alleihre fttachtmachen, ihre ©Dränen, ihre Sehren berloren ftnb, biefte bent ungeratenen Stnbe bon fetncr|frühcfien Sugcnb hermeihten;menn alte Hoffnungen berloren ftnb, bie fte fiel; in gfücflicheit©tunben bon bemfetben machten; alte fröhlichen üluöftchten in bicSage ihres SllterS berloren ftnb! Jährlich, ber Sob eines hcrjltch