Druckschrift 
8 (1853)
Seite
208
Einzelbild herunterladen
 

208

ber IDttttc feiner Entwürfe unb ijöfanc ptö^Iich weggertffett, ineiner anbern SDSelt baftcht. SDBir benfen itnö gtcichfam in bas3 $ ber pcrflorbcncit ferfoit hinein, unb empfinden ihr fiummeSGntfeijen nach ber gcwaltfantcn fßcrmanblung, wenn fie im 3eit»raum weniger ©cfunben, ohne cS ju apitcn, oon ihren alltagsliehen SEBerfen hinweg int unbefaimtcit SenfeitS fehwebt SS ifiunS fehauberhaft bie Trennung ohne 2lbfcf>icb, ohne lebten £>änbe»bruef ber Siebe.

SlnberS ftnb bie Empftiibungen beim Slnbficf beffen, ber lang*fam bahin fiirbt, unb beffen jtranf(;cit fieh nur mit beut gewiffen2 :obe enben fann. 3 Ba!;r iftS,, wir ftnb auf beit Sßerlufi, wcl»epen wir leiten feilen, mehr oorbereitet; aber hoch, auch nurbeim Icifejien ©chciit bcS SefferwerbenS, wacht unb lebt bieHoffnung wicbcr in uns auf, bie Stranfheit werbe nicht töbttict;fein. 2Bir hoffen um fo leichter, um fo inniger, fe theurer unsbie ffferfon ifi, bie öon uns jit fchetbcit brofttc. 3fw £ob flürjtuns nicht minber in tiefe Setriibnifi, ungeachtet wir auf Sülleshätten gefaxt fein fönncti. SBaftr ifiS, ber ftranfe leibet feitenfo fchwer, als wir es uns in erhifcter, ftef; fcfbji petnigenber Sin»bitbungSfraft normalen; allein .wer fann bie ehemals blüpcnbe,nun eingefallene Gieftatt, bie bleichen SBangen, bie matten, ein*gcfunfcncti Singen fehen, ohne tont heftigfien SDtitlcib bewegt 31twerben; wer fann bas Stöhnen, bas ©cufjcii, beS SltheniSfchnetten, matten, fehweren 3»g hören, ohne 31t miinfehen: möchteber barmherjige @ott hoch halb tiefen 3uftanb enben, unb bentScibcnben Stufte geben int fanften SEobeSfeftfaf, ba biefer nun hochunbermeiblich wirb!

©0 erfeftreeft ttnS eilt fäher SEobcSfalt; fo peinigt ttnS berünbficf beS Slltniäligflerbenben.

SMcheö ifi beim nun wiinfchcnöwürbigcr, Wenn SBünfehe baetwas »ermöchtcit, wo bas Enbe alter Hoffnungen unb UBünfefte