Druckschrift 
5 (1853)
Seite
380
Einzelbild herunterladen
 

- 380 -

bie 2Sclt geworben; tu biji julc£t nicht etlcr, fonbern thörichtcr,fchwärmerifcher gcmorbeit.

Viele Snngfrattcn legten baburch, offne tag fte cg glaubten,beit ©runb ju ihrem ^äußlte^en ©lenb. ©te tonnten ftch nichtmehr fo leicht mieber in ihren ©tanb, in ihre Gcfimtntung, inihre alltäglichen Umgebungen ftnben. ©ie blieben, weil ftc beörcchtfchaffenen iKanneö §>anb »erfchmähten, menn er nicht mitihren träumcrifchen Vergeltungen »on einem tünftigen ©atteniibercintam, entweber unbcrmählt, ober fiie mufften ftch jiile^teinem Unmürbigern, einem Un»ott£ommcncrn hingeben; ober ftcmürben nachher fclbfi in ber ©he bhantafUfch, unerträglich,fchlcchte ©attinnen, fchlcchte äftütter, bie lieber glänjen unbfehernen, a!3 bie VoHfommcnflcn in ihrer Sage fein mollten.

Sie bcflc Gilbung, welche ftch bag weibliche ©efdflecht infrühem fahren juctgnen fann unb jucignen foUte, ift eine jwecf*mäßige Vorbereitung ju ihrem üinftigen ©taube, als fenntniff*»olle unb gefchidte fjaugmutter, atg weife ©rjichertn bott $iti*bern Vorbereitung, ftch burch nügliche jJcnntniffe auch in bemSalle unabhängig ju ernähren, wenn nach bemSobe ber Slcltcrn,ber Verwanbten, ober beg ©atten, ober im unbcrchlichten 3ufianbe ftember Getfianb fehlen foltte. Sieg ift bag SSichtigfte,mag man »on ber Gilbung eineg gefttteten Seauenäimnterg juermatten berechtigt ift tag SBichtigfte, mag jebeg jtterfi »onftch fctbfi forbern muß. Sann unb immer bleibt mohl noch eine©tunbe baju übrig foll auch höhere Gilbung feinegwegg »er»fäumt merben. ©ic aber bcftcht nicht in Äenntnifj träumerifchet©efchichten unb Gegebenheiten, benen oft bie SfBafjrfcheinlichfctt,oft ein eblcr unb junt ©Uten belcbenber ©inn mangelt, fonbernin Gelehrung beg Gcrftanbeg, in ©rweiterung ber ffenntnijf berStatur unb ber göttlichen ©röffe in berfelben, in ber richtigen