Druckschrift 
5 (1853)
Seite
358
Einzelbild herunterladen
 

358

uns geoffenbarei, burcft ihn feibft, in ben ©efefetn unfercr©cbanfen, Die fo eingerichtet Rnb, bafj fic uns alle nothwenbigunb ttnabänbertich immer auf ihn gurüdbrtngcii. SaS ift bicSetbftoffcnbarung ber ©ottheit in ber Sftenfthennatur. Saturnglanbien fett Slnbcginn alle Sölfcr ber Qcrbe, ohne bau cinanbcrerfahren gu haben, an bas ©öttliche.

Sitte ©eltwcifcn haben über bas ©alten beS lebenbigen ©ottesfein einfacheres itnb erhabeneres ©ort gefprocheu, als baS ©ortber heiligen Schrift, wie es Sabib bor Sahrtaufenben auSfpra^»,etnlemhtenb beitt ©elehrteftcn, wie bent Äinbei Ser bicStten»fchett lehret, was fic wiffen (ißf. 94, 10), fic wollenjweifeln? Ser bas Ohr gepftanst hat, follte betnicht hören? Ser baS Sluge gemacht, follte ber nichtfehen? (gjf. 94, 9.)

Ser erfte Schritt, um bon ber ©emiithSfranfhctt beS 3wetfelnsunb bon ber Srrettgiofttät ju genefen, muf eine gcibaltfame SoS»reifjung bon alten 3wctfcln, ein Stichtmehrbaranbenfen fein. Ttantnuft fith ihrer bunh abftchtliche 3erfircuung gänglich entfchlagcn;SKonber. unb 3ahre lang baS ©rübcln über rcligtöfe, übertrbifthe©egenftänbe fchlechtcrbingS meiben. Sann erft gewinnt baS @c»müth bic alte geftigfeit unb gretheit, bie rechte Unbefangenheitwfeber, um für bie ©afwheit empfänglicher gu werben. Sann,oft ungefucht, finbet ber ©etft mit Gfntgücfen feinen ©ott, benSroft beS ewigen Sehens, bie feligfte 3itPerficf;t, bic tieffte Sc»ruhiguttg wieber. Unb man berfteht, was borher Stälhfel ge»toefen; unb erftaunt, bic einfache Roheit, Klarheit unb©ahrheitin 3efu Sehren je berfannt gu haben. Unb bas Coangcliimt wirbin unfern ©emüthern ergutefenbe I'raft ©otteS. Unb wir et»fennen, baft nichts fterblich ift, als baS, was uns an ber Sieberer Unftcrblichfcit hinbert.

SMigiofttcit ift ber Silles berflärenbe Sichtftrahl burch bt«