Druckschrift 
5 (1853)
Seite
75
Einzelbild herunterladen
 

75

in feiner SDenfart, als wir jtnb? SSarimt laffen wir uns baSanfc#tcn, was er wiber unö tf;ut? SBarunt geben wir nichtfeinen Schwachheiten nach, ober, wo cS uns höhere Pflichtenunterfagen, warum behanbeln wir ihn nicht in altem Itebrigcnmit ©roßntuih «nb S#omtttg, ganj auf btc ebtere, entgegenge»fc^te Hrt, als er uns? Ober tji er wirttich, neben mancherSchwäche, hoch fonft oon töblt#en Etgenf#aftcn: warum ent*Stehen wir ihm unfere Sichtung für biefe, itnb legen auf jene founmäßiges ®cwi#t? Äehren wir barnit nicht bteSBaffen gegenuns fetber, unb »erf#te#tcrn wir nicht unfern eigenen SBerth?

2Bie groß au# eine uns wiberfahrene Bcleibigttng fei, niefann fte fo groß fein, uns ein 3lc#t ju .geben, btc gjerfon jtthaffen. Sie Seleibtgung warnt uns nur, mit bcrfelben fPerfonnicht wieber in fotchc Berbinbttttgen unb Berührungen 51 t treten,in ber fte uns auf ähnliche SBeife abermals tränten ober f#abentonnte. Borft#ttgfett, nicht Stäche, foll ber gct;ter eines 9iä#*ften gewähren. 3ta#e erjeitgt nur ©egenrachc. Stber wenn wir.tett gehtbaren bttr# unfer cbctmüthcgeS Betragen jitr Srtennt»ittß feiner Berirrung unb Ungcre#tigfcit, jitr tiefen Bereitungfeiner Unbcfonnenheit nöthigen: baS ber Sriumph beS ©hri*ften, beS SBcifen, baS ber hohe ©ieg ber Sugcnb.

Erlebe biefen Triumph/ wenn bu ihn no# nie gettoffen haft,wenn bu noch nie btc Sßränen ber Stührung ttttb £eräti#tcit imSiugc eines 3)tcnf#cn fahefi, ber bi# gern gehaßt hätte, unbßatt beffen gezwungen ifl, bt# jtt oerehren! Ertebej btefenTriumph; 0 bu wirft nte wteber ben Triumph ber 3ta#c ttttbS#abcnfreube begehren. Unb bas heißt fegnett, bic ttnSfiu#en, wohtthun beneit, btc uns beteibigen! fßteljr forbertc3efuS, ber göttti#c Sichrer, nt#t, als beittett eigenen Triumph.£ältfl bu fein ©ebot no# für allsuf#wer?

Siehe, bte Äagc ttnfers BetfammenfeinS auf Erben ftnb fo