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3 (1853)
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Al^ur zu oft sah ich den Menschen in seiner Niedrigkeitaber wann habe ich ihn in auch in seiner ganzen Hoheiterblickt?

Ich sah ihn nur zu oft, wie er sinnlich-thierisch dahinlebte;nur darauf bedacht, durch Arbeit sein Brod zu gewinnen, oderein kleines Eigcnthum mehr als sein Nachbar zu haben, odersich mit schönem Kleidern zu schmucken, als dieser; sah ihn,wie seine ganze Freude zuletzt in seinen stolzen Einbildungen vonsich selbst bestand, oder im Kitzel seines Gaumens bei Trinkgelagenoder Gastmählern, oder daß er einigen andern Menschen Befehlezu geben hatte; ich sah ihn, wie er an die Verbesserung seinesleiblichen Zustandes unaufhörlich dachte, um die Verbesserungseines Gemüths sich aber, als wäre gerade dies eine Nebensache,am wenigsten bekümmerte; ich sah ihn seinen Verstand nur üben,Kenntnisse zu sammeln, Geschicklichkeiten nur erwerben, um, wteer sich ausdrückte, mit Ehren durch die Welt zu kommen, alshätte er die erhabenen Kräfte seiner Seele nur deswegen vonder Gottheit empfangen, damit er das schlauste, künstlichste, ge-waltigste, aber auch das gefährlichste aller Thiere werde; ichsah ihn, wie er sich ohne Scheu von seinen Launen regieren,ohne Scham von seinen Leidenschaften überwältigen ließ, als wärees eine Ehrensache, sich keinen Zwang anzulegcn, sondern seinenNeigungen, Trieben und Wünschen den Zügel schießen zu lassen,und dem von keinem vernünftigen Geiste beherrschten Thiere inallen Gcmüthsäußernngen vollkommen ähnlich zu werden; ichsah ihn, daß er eine Religion bekannte, nicht des Herzens, son-dern der bürgerlichen Gewohnheit und Anständigkeit wegen; daßer zu Gott Gebete hinplapperte, die Kirchen besuchte, und dieheiligen Gebräuche derselben übte, als wäre dies ein Zeremonie!,mit dem bei dem Regierer des Weltalls, dem Lenker der Schick-sale, dem Richter der Todten Alles abgcthan wäre; ich sah ihn