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3 (1853)
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Es ist aber darum nicht gesagt, daß wir gegen das, waswir in den Meinungen der Menschen, oder in ihrem Glauben,für irrig halten, vollkommen gleichgültig sein sollen. Nein, csist unsere Pflicht, schädlichen Zrrthümern, wo wir solche erkennen,nach allen Kräften, aber mit gebührender Vorsicht, zu wehren.Die Religion Jesu ist eine Erleuchtung des Geistes über unsereVerhältnisse zu Gott und der Ewigkeit; sic ist eine Kraft desGeistes, diesem erhabenen Verhältniß gemäß zu denken und inHandlungen zu erscheinen. Jrrthümer sind Verfinsterungen desGeistes, und erzeugen eine Schwäche desselben zum Guten. Da»her soll man der Unwissenheit steuern, weil sie die Quelle desJrrthums, des Vorurtheils, des Aberglaubens und der falschenReligion ist.

Wohl ist es möglich, zuweilen rathsam, daß wir durch über-zeugende Belehrung Jemanden von offenbaren Jrrthümern zurück-führcn können; aber niemals müssen wir zartere Behutsamkeitamvenden, als wenn die Rede von religiösen Jrrthümern ist,oder was wir dafür halten. Denn was wir dafür erklären, istvielleicht der festeste Stützpunkt der Rechtschaffenheit und Seelen-güte in Andern; und das, was du ihm raubest, bist du nicht imStande, ihm mit deinen Meinungen wieder zu ersetzen. Fragenach seinen Thaten! Handelt er als ein ächter Christ nachJesu Worten: o so zweifle nicht, daß auch sei» Glaube recht-schaffen sei und wahr für ihn. Ich sage für ihn, wenn gleichnicht für dich. Denn auch das unmündige Kind glaubt ja nochManches anders, als i>cr Jüngling; der Jüngling noch Manchesanders, als der Greis können nicht alle bei den Verschieden-heiten ihrer Kenntnisse und Ueberzeugungcn gleich edel sein?

Willst du Licht und Wahrheit, und dadurch das Gottesreichaus Erden herrschender machen: so befördere nach deinen Kräftendie Verbesserung der Schulen,stwsonders unter dem gemeinen Volke,