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3 (1853)
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sie an den Wohlthaten der allerheiligsten Lehre Thcil nehmenließ.

Christus war nicht mehr unter seinen Jüngern. Von ihremFreunde, ihrem göttlichen Meister verlassen, lebten sie in traurigerEinsamkeit, muthlos und voller Wehmuth um den Verschwundenen.Vergebens warfen sic ihm den sehnsuchtvollen Blick gen Him-mel nach.

Aber am Pfingsttage erwachten sie Alle voll feurigen Eifersaus ihrer Muthlosigkcit. Von der Macht Gottes durchdrungen,vom heiligen Geiste ergriffen, traten sic zum erstenmal öffentlichauf, und predigten dem Volke in Jerusalem Jesnm den Ge-kreuzigten.

Ihre Worte wirkten wunderbar auf die erstaunte Menge derZuhörer. An dem ersten Tage, da die Gesandten Jesu seineLehre predigten, verließen bei dreitausend Menschen, jedes Alters,jedes Standes, jedes Geschlechts, die Religion ihrer Väter, undtraten aus dem Glauben des Judenthums durch die Taufe inChristi Reich.

Die Lehre Jesu, in ursprünglicher schöner Einfalt gepredigt,ward von allen Herzen mit Einfalt ausgenommen. Alle strebtenvon nun an durch ein gebessertes Herz zur Bereinigung mit Gottund zur ewigen Glückseligkeit. Der Mund der Unmündigen lalltejetzt Wahrheiten, welche vormals von den Weisesten aller Nationennur dunkel ausgesprochen, oder kaum geahnet waren.

Das erste Christenthum bestand nicht in spitzfindigen Streitig-keiten über Glaubenslehren, nicht ln gelehrten Untersuchungen,nicht in bloßen Tändeleien des Gefühls und der Einbildungskraft,sondern in stiller Frömmigkeit, in der ungchcuchelten Liebe Allerzu Allen. Die ersten Christen hatten keine prachtvollen Tempel,sondern jede Hütte, in welcher sie versammelt waren, wurde ihreKirche; sie hatten keine goldenen Altäre, aber ihre Herzen waren