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Der Fluch vom Berge Sina schwieg.Dein Triumph, o Tod, o Hölle,Besiegt seid ihr durch seinen Sieg!
Er Hut es groß vollbracht,
Das Werk der Gnad' und Macht! —Preis sei Jesu!
Nun fürchten wirDen Tod nicht! — Dir,
Dir, Todvertilgcr, folgen wir.
Die Christen heiligen ihre Betrachtungen dem in allen Tempelnseit Jahrhunderten gefeierten Aufcrstchungstage Jesu. Anbetcndfinke ich mit ihnen im Geiste vor dem Throne des Allerhöchstennieder, und verehre bewundernd seine Macht und Größe undseine unendliche Gnade für das Menschengeschlecht. Ich lese miteiner Empfindung von Furcht und Entzücken die Erzählungender heiligen Schrift von Jesu verherrlichtem Wicdererscheinennach seinem Tode. Es wehet mich aus diesen Erzählungen einfremder Geist an. Ich fühle das freudige Erschrecken der Jün-ger beim Wicdererblicken ihres verloren gewähnten Jesus. Ichfühle ihr ehrfurchtvollcs Schaudern, indem sie den Todten aber-mals unter den Lebenden wandeln sahen. Ich fühle ihre Begeiste-rung, aber auch ihre Wehmuth; denn Jesus ist nicht mehr, wiesie ihn sonst liebten, der Mensch Ihresgleichen. Er schwebt vorihnen göttlicher, verklärter, fremder, wie ein Wesen höhererArt. Er wohnt nicht mehr unter ihrem Dache; er besucht fienur von Zeit zu Zeit, unvermuthet, überraschend, und ver-schwindet wieder. Sie ruhen nicht mehr, wie sonst, mit kind-lichem Vertrauen an seiner Brust — erzeigt sich nur, um Wortedes Friedens, der Hoffnung ihnen zuzurufen. Er scheint nichtmehr ihnen, nicht mehr dieser Welt anzugchörcn. Sie sollenden Schmerz des Verlicrcns noch einmal empfinden.
Maria Magdalena und Maria, als fie zu dem Grabe