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dingen von deiner Vorstellung abweicht. Selbst die Teufel glau-ben einen Gott, aber zittern.
Oder fürchtest du, wenn du deinen religiösen Sinn nicht aufdas sorgfältigste verheimlichst, man werde dich deshalb für einenHeuchler halten? Willst du nur darum in der Gesellschaft überdas Heilige witzig sein, oder darum nur den fleißigen Besuch deröffentlichen Gottesverehrung meiden? — O sich selbst wider-sprechender Thor, so bist du schon geworden, was du dich scheuest,auch nur zu scheinen, nämlich ein Heuchler. Denn du heuchelstdich schlechter, als du bist, und hast den Muth nicht, zu gestehen,wie du denkst.
Sei ehrlich gegen dich selbst und gegen die Welt. Der Recht-schaffene soll auch nicht schlechter scheinen, als er ist, damit ernicht durch sein Aeußerliches dasjenige ehre und adle, was anfich selbst unedel und verächtlich ist. Rede mit der eingreifendenStimme deiner Ueberzeugung, wo es noth ist. Dein Wort unddein Muth wird oft wunderbar wirken, und Herzen erschüttern.Wie lange soll jene Verkehrtheit dauern, daß schlechte Menschenfich besser und religiöser stellen, als sie sind; und wieder inner-lich fromme, gute Menschen sich schlechter heucheln, als sie wirk-lich sein möchten? Mag sich das Laster verbergen und sich mitdem Schein der Tugend zieren, denn das Laster in seiner nacktenHäßlichkeit erregt allzugroßen Abscheu: aber ein Gott ergebener,Ewigkeit hoffender Christensinn hat nicht Ursache, vor der Weltzu beben. Er wird ihre Ehrfurcht erregen, je wahrhafter undunanmaßlicher er sich ausspricht.
Christus Jesus war auferstanden. Auferstanden? sprachenseine Feinde, und spotteten. Und sie gaben den KriegsknechtenGeld, die sein Grab bewacht hatten, und sprachen: Saget, seineJünger kamen des Nachts und stahlen ihn, dieweil wir schliefen.(Matth. 28, 13.) Mit ihrem Gelde wollten sie der Welt eine