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Sei beharrlich in deinem Kampfe um das höchste Gut, umunbescholtene, reine Tugend, wie sie Jesus trug. Wie viele Hilfs-mittel stehen dir nicht zu Gebote, deinen Sieg zu erleichtern!Warum versäumst du sie?
Willst du beharrlich sein im Guten, Gerechten und Heiligen,o so nähere dich oft in stillen Anbetungen dem Allcrgcrcchtestcn.Nie wird Lein Geist vom Throne Gottes ins Weltgctnmmel zu-rücktretcn, ohne entschlossener und geheiligter zu sein.
Willst du dich stärken in edler Standhaftigkeit? Wähle dirzum Umgänge würdige, tugendhafte Menschen, deren Beispielermuntert im Guten; vor denen du crröthen müßtest, deinenFehlern freien Laus zu lassen. Mögen auch sic »och mancheSchwächen haben; zeige du ihnen da, wo sie schwach sind, deineStärke, aber ahme in solchen Dingen ihrer Vortrcfflichkcit nach,wo sie dir mangelt. So veredelt die Freundschaft der Menschenrein Gemüth.
Und mangelt dir die Gelegenheit zu solcher auserlesenen Ge-sellschaft, willst du dich vor dem ansteckenden Beispiel gewissen-loser Menschen bewahren: so wähle dir belehrende, erbaulicheSchriften, die deinen Verstand aufklärcn, deine Begriffe überdas berichtigen, was du bist und was du sein sollst. Ein gutesBuch ist ein frommer Freund, der durch seine Gedanken dieunseligen heiligt, und mit seinen Empfindungen die unseligenerwärmt.
Und wenn dir Freund und Bücher mangeln, wenn du imLeben dastehst, nicht um zu betrachten, sondern thätig zu sein inden Verhältnissen deines Berufs, dann höre nie auf, Meister undHerr deiner selbst zu sein. So lange du dieses bist und bleibst,wirst du nicht ungerecht sein! Sprich lieber nicht, handle liebernicht, als daß du in einer Aufwallung des Gemüthes, in einerverstimmten Laune, oder bestürmt von irgend einer unreinen