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einem weniger verzweifelten Gesichtspunkt. Seine lebhafteTheilnahme an Effie und die Hast, mit welcher er jetzt seineAnsprüche erneuerte, ließen vermuthcn, daß Staunton sie zuseinem Weibe gemacht. Und eine Fortsetzung seines früherenruchlosen Lebens war nicht wahrscheinlich, da nur eine gänz-liche Umänderung der Sitten sein gefährliches Geheimniß ver-bergen, und verhüten konnte, daß Jemand in dem Erben vonWillingham den zum Tode verdammten Robertson wieder er-kannte.
Jeanie glaubte, sie würden England auf einige Jahre ver-lassen, und nicht eher wiederkehren, bis die Sache des Por-tcous gänzlich vergessen sei. Doch obgleich sie etwas mehrHoffnung für ihre Schwester sah, als ihr Vater oder Butler,wagte sie es nicht, ihnen diesen Trost mitzutheilen. Es schienihr zu wichtig, fest in ihrer Brust zu verschließen, daß GeorgStaunton und Georg Robertson ein und derselbe sei- Undwar es dessen ungeachtet nicht schrecklich genug, Efsie miteinem Manne verbunden zu wissen, der wegen räuberischenAnfalls verurtheilt, und des Mordes angeklagt war; welchesauch sein Rang und seine Reue sein mochten? Und war esnicht zu erwarten, daß Staunton, aus Schonung für seineigenes Gefühl, und aus Besorgniß für seine Sicherheit, derarmen Esfie nie erlauben würde, ihre Schwester, die Besitzerinseines furchtbaren Geheimnisses, wiedcrzusehen.
Alle diese Betrachtungen und Gefühle stiegen in Jeanieauf, als Butler ihr Esfie's Abschiedsbrief mittheilte. Sie lasihn wieder und wieder, bis ihr Schmerz sich in einer Fluthvon Thränen Luft machte; und vergebens suchte Butler durchjede Bemühung der Liebe ihnen Einhalt zu thun. Sie sahsich endlich genöthigt, ihre Augen zu trocknen, denn ihr Vater,