Edinburg aufgefunden, wo nur Fischerböte, und zuweilenSchleichhändlerschiffe landeten- Butler erfuhr, daß in derletzten Zeit ein Fahrzeug dieser Art in der Gegend gesehenworden, und daß eines Abends spät ein Boot dem Ufer ge-naht , und eine weibliche Gestalt mit hinüber auf das Schiffgeführt, worauf dieses sogleich davongesegelt, ehe es noch dasMindeste von seiner Fracht an's Land geschafft- Butler konntedem zufolge nicht zweifeln, daß diese Schleichhändler Genoffendes berüchtigten Robertson seien, und daß das Schiff nurhiehergekommen, seine Geliebte zu entführen.
Ein Brief, den Butler bald darauf erhielt, E. D- unter-schrieben, doch ohne Bezeichnung des Orts oder der Zeit,machte dieß zur Gewißheit. Er war äußerst schlecht und un-richtig geschrieben. Die Seekrankheit mochte wohl Effie'ssehr ungeregelte Weise zu schreiben und sich auszudrücken nochverworrener gemacht haben. Es war aber in gegenwärtigemBrief, wie in allem, was jenes unglückliche Mädchen sagteoder that, etwas zu loben so gut als zu tadeln. Sie könnenicht dulden, sagte sie, daß ihr Vater und ihre Schwesterihretwegen in die Verbannung gingen, und Theil an ihrerSchmach nähmen. Nur ihr allein gebühre die Strafe, da sieallein die Schuld trüge- Sie und die Ihrigen könnten ein-ander doch in Zukunft kein Trost mehr sein, denn jedes Wortund jeder Blick ihres Vaters erinnre sie an ihre Uebertre-tung, und zerreiße ihr das Herz. In den drei Tagen, diesie zu St- Leonards zugebracht, habe sie beinahe ihren Ver-stand verloren. Ihr Vater meine cs gut mit ihr und mitallen Menschen, aber er wisse nicht wie er sie martre, wenner ihr ihre Sünden vorrechne. Wenn Jcanie zu Hause ge-wesen wäre, möchte es wohl besser gewesen sein, Jeanie wäreeine, wie die Engel im Himmel, die eher um die Sünder