Mutter an ihr that. Sie hat die Gebeine ihrer Mutter, undihr Vaterland verlassen, um jenem Belialssohn zu folgen.Bei Nacht und Nebel ist sie davon gegangen." Er schwieg. EinGefühl zwischen Kummer und Zorn machte ihn verstummen.
„Und mit diesem Menschen? — Mit diesem furchtbarenMenschen?" rief Jeanie- „Und sie hat uns alle verlassen mitihm zu gehen? — O Effie, Effie, wer hatte das geglaubt,nach einer solchen Errettung!"
„Sie ging von uns, mein Kind, weil sie nicht zu uns ge-hörte- Sie ist eine verdorrte Rebe, die keine Frucht der Gnadebringen kann, ein Sündopfcr hinausgegangcn in die Wüsteder Welt zur Sühne unsrer Missethat. Der Friede der Weltsei mit ihr, und ein bessrer Friede, wenn ihr wieder dieGnade wird, darnach zu verlangen. Wenn fie von den Er-wählten ist, wird ihre Stunde kommen. Der Herr kennt seineZeit- — Sie war das Kind meines Gebets, und möge sienicht gänzlich verworfen werden. Aber niemals, Jeanie, nie-mals werde ihr Name wieder unter uns genannt! Sie ist anuns vorüber gegangen, wie ein Bach von seiner Stätte ver-geht, wenn der Sommer heiß wird, um mit dem geduldigenHiob zu sprechen: Sie gehe dahin, und sei vergessen!"
Ein trauriges Schweigen folgte diesen Worten. Gern hätteJeanie nach den nähern Umständen von Effie'S Entweichunggefragt, doch mit zu bestimmtem Ton hatte David Deansseinen Willen ausgesprochen. Ihres Zusammentreffens mitStaunton wagte sie gleichfalls nicht zu erwähnen. Alles,was sie zu Willingham über jene unglückliche Geschichte er-fahren, war nicht geeignet, den Kummer ihres Vaters zumildern. Sie entschloß sich daher über den peinlichen Gegen-stand zu schweigen, bis fie Butler wiedersehe, von dem sienähere Auskunft erwartete.