Das Boot hielt an, die Ruderer trugen sie an's Ufer,und vom höchsten Erstaunen wie von einem schnellen Blitz-schläge getroffen, sah sie sich in den Armen ihres Vaters-
Es schien zu wunderbar, zu sehr einem seligenTraume gleich,um wahr und wirklich zu sein- Sie entzog sich seinem festenliebenden Umschlingen, und hielt ihn auf Armeslänge von sichentfernt, um sich zu überzeugen, ob es keine Täuschung sei. —Es war David Deans selbst, in seinem besten hellblauenSonntagsrock mit großen Metallknöpfen, und eben dergleichenUnterkleidern, in seinen Halbstrümpfen von grauem Tuch, sei-ner breiten blauen Mütze, — die sich zurückschob, indem erdie Augen in stummer Dankbarkeit gen Himmel wandte, mitseinen grauen Locken, seiner freien tiefgefurchten Stirn, denHellen blauen Augen, die ungetrübt von den Jahren, nochklar und licht unter den buschigen grauen Wimpern hervorblitzten, es waren seine Züge, deren gewohnte Strenge jetztin den Ausdruck des freudigen Entzückens, der Liebe, derDankbarkeit verschmolz.
„Jeanie, meine Jeanie, mein bestes, mein theuerstes Kind,der Herr Israels sei Dein Vater, denn ich bin Deiner nichtwürdig! Du hast uns die Ehre unsers Hauses wiedergegeben.Aller Segen der Verheißung und Vergeltung sei mit Dir,mein Kind! Allein Gott hat Dich bereits gesegnet durch dasGute, zu dessen Werkzeug er Dich erkoren."
Diese Worte brachen nicht ohne Thränen hervor, so wenigweichmüthig David Deans auch sonst zu sein pflegte. Mitseiner Aufmerksamkeit hatte Archibald alle Zuschauer entfernt,so daß nur der Wald und die untergehende Sonne Zeugender Gefühle des Vaters und der Tochter waren.
„Und Effie? — Und Effie, theuerster Barer?" war die