Sechstes Kapitel.
Erfunden ward der Brief Unglücklichen z»»> Heil,Er tröstet Liebende im Kerker und Exil.
Durch eine ungewöhnliche Anstrengung mit der Federbrachte Jcanie noch am nämlichen Tage nicht weniger als dreiBriefe zu Stande, um sie am folgenden sogleich mit der Postbefördern zu können. Der erste war sehr kurz- Er war anGeorg Staunten gerichtet, und enthielt Folgendes:
»Herr!
Ich schreibe Ihnen dies, damit nicht noch mehr Unheil ge-schehe. Ich habe von Ihrer Majestät der Königin die Be-gnadigung meiner Schwester erhalten, worüber Sie sich gewißrecht freuen werden, ohne daß ich von gewissen Dingen ge-sprochen, die Ihnen bekannt find. Aber ich muß Sie bitten,Herr, nicht wieder zu meiner Schwester zu kommen, denn eswäre besser, wenn es niemals geschehen wäre. Und so, Herr,wünsche ich Ihnen Heil an Seele und Leib, und daß Sie vonIhren Irrwegen umkehren mögen, und bin Ihre unterthänigeDienerin, Sie wissen wer."
Der nächste Brief war an ihren Vater, und ziemlich lang.Wir geben Einiges davon:
„Mein theurer und sehr geehrter Vater!
Mit Versicherung meines kindlichen Gehorsams kann ichIhnen die gute Nachricht mittheilcn, daß es Gott gefallen,meine arme Schwester aus der Gefangenschaft zu erretten-Denn Ihre Majestät die Königin, für welche wir stets unsre