Zehntes Kapitel.
2 so bell«. Ach. ivie gering ist meine FähigkeitJl»» mvhljntkun.
Lucio. So thnt nur, wag Jlir könnt.
Maß für Maß.
Als Frau Sattelbaum in das Zimmer trat, wohin ihreGäste sich zurückgezogen hatten, fand sie die Fensterladen ver-schlossen. Die Schwäche, welche seiner langen Bewußtlosig-keit gefolgt war, hatte es nöthig gemacht, den alten Mannins Bett zu bringen. Die Vorhänge waren zugezogen undJeanie saß bewegungslos vor dem Bett. Frau Sattelbaumbesaß viel Gutmüthigkcit, aber keine Zartheit des Gefühls.Sie öffnete den Fensterladen, zog den Bettvorhang zurück,faßte ihren alten Freund bei der Hand und ermahnte ihn,sich aufrecht zu setzen und seine Leiden wie ein redlicher Mannund Christ zu tragen. Doch kraftlos sank seine Hand wiederauf das Bett hin, sobald sie sie losließ, und er machte auchnicht den Versuch zu einer Antwort.
„Ist Alles aus?" fragte Jeanie leise, und ihre Lippen undWangen waren bleich wie Asche, — „und ist keine Hoffnungmehr für sie?"
„Keine, oder so gut wie keine," entgegnete Frau Sattel-baum; „ich hörte es mit meinen eigenen Ohren von demKerl, dem Richter. — Eine Sünde und Schande, wahrhaftig,sie alle in ihren rothen und schwarzen Mänteln sitzen zu scheu,