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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
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folgen unmöglich gewesen wäre; denn hier trennte flchButler'sWeg von dem nach Stummendeich, und keine Bemühung desReiters hätte vermocht, seinen Gaul auf eine andere als diegewohnte Straße zu bringen.

Stummendeich hatte sich bereits von der Engbrüstigkeiterholt, die der schnelle Ritt ihm verursacht, und doch schiensein großes Vorhaben ihm noch wie in der Kehle zu stecken,und ihn der Sprache zu berauben. Butler stand beinahe dreiMinuten da, ehe jener eine Sylbe hervorbrachte; und als erendlich Worte fand, sagte er nach einem wiederholten Aechzen:Es ist schön Wetter, Herr Butler, für einen Herbsttag."

»Ja, sehr schön," sagte Butler,ich wünsche Ihnen einenguten Morgen, mein Herr.«

Halt halt ein wenig," versetzte Stummendeich;daswar es nicht, was ich sagen wollte.«

So sagen Sie mir schnell, was Sie befehlen,« erwiederteButler;verzeihen Sie mir, aber ich habe Eile."

Ich meine, Herr Butler," entgegnete Stummendeich, in-dem er alle Fähigkeiten zu einer gewichtigen Bemerkung ver-einte;wissen Sie, ob Herr Sattelbaum ein großer Rechts-gelehrter ist?«

Ich habe keine andere Bürgschaft dafür, als seine eigene,"antwortete Butler trocken;doch wird er selber ohne Zweifelseine Gaben am besten kennen."

Hm!" versetzte der schweigsame Stummendeich in einemTone, der zu sagen schien:Ich verstehe, Herr Butler-Dann," setzte er hinzu,will ich meinen eigenen Sachwalt,Nikolas Novit, (des alten Nikolas Sohn, und beinahe sopfiffig wie sein Vater,) Effie's Sache auftragen."

Und nachdem er auf diese Weise mehr Einsicht an den Taggelegt hatte, als Butler ihm zugetraut, griff er höflich an sei-