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Mit wildem Jubelgcfchrci mischten sich die der Haft Entledig-ten unter den Hansen, oder entschlüpften durch die engenNebengäßchen der Straße, die ihnen wohl bekannten heimli-chen Schlupfwinkel des Lasters und der Niedrigkeit aufzusuchen.
Zwei nur, ein Mann von ungefähr fünfzig Jahren, undein Mädchen von achtzehn, blieben in den Schreckcnsmaucrnzurück, sowie einige Schuldner, denen vielleicht kein Vortheilaus der Flucht erwuchs. Die beiden Erwähnten, mit mehre-ren Bewohnern des Gefängnisses in einem Zimmer versam-melt, waren von dem Beispiel dieser nicht zur Flucht gereiztworden. Vergeblich ermahnte sogar einer der Enteilenden je-nen ältlichen Mann, ihm zu folgen, indem er ihm mit demTon eines alten Bekannten znrief: „Lauf, Ratcliffe, lauf; derWeg ist frei."
„Kann wohl sein, Willic," sagte jener ruhig, „ich habe mires aber in den Kopf gefetzt, den Handel anfzugeben, und einehrlicher Mann zu werden."
„So bleib, und laß Dich hängen. Du alter Dummkopf!"sagte der Andere, und eilte die Stiegen hinunter.
Jener in Weiberkleidern, den wir als den Thätigsten unterden Verfchworncn bemerkt, hatte indessen ein Gleiches mit demjungen Mädchen versucht. „Fliehe, Effte, fliehe," konnte er inder Eil des Augenblicks nur ihr zuflüstcrn. Statt aller Ant-wort sah sie ihn an, mit einem Blick, in dem Furcht, Liebeund stiller Vorwurf mit einer Art betäubten Erstaunens umden Vorrang stritten. „Fliehe, Effie, fliehe," wiederholte er,„ich beschwöre Dich bei allem was Dir werth und theuer ist."Nochmals starrte sie ihn an, einer Antwort unfähig. Ein lautesGetöse ward jetzt gehört, und der Name Mag da Wildfeuererscholl zu wiederholten Malen von unten herauf.
„Ich komme, ich komme," erwiederte der Gerufene, und