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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Vorstadt, oder vom Castell herbeigckommcn, die Aufrührer inSchrecken gesetzt und sie auseinander getrieben. Allein der ge-waltige Feuerschein, der durch die vergitterte Fensteröffnungstrahlte, jeden Winkel des Zimmers scharf beleuchtend, vernich-tete diese Täuschung nur allzu bald, und zeigte ihm, daß dieMenge, fest auf ihrem Vorsatz beharrend, ein anderes, schnellerzum Ziele führendes Mittel gewählt habe.

Der eindringcnde Lichtstrom ließ den Erschrockenen nocheine Möglichkeit sehn, zu entfliehn, oder sich zu verbergen-Zum Kamin zu eilen, auf die Gefahr des Erstickens darinhinaufzusteigcn, war alles, was ihm übrig blieb; allein seinVordringen ward bald durch eine der eisernen Vergitterungengehindert, die man zur Sicherheit in den Schornsteinen derGefängnisse anzubringen pflegt. Doch halfen ihm diese Stan-gen mindestens dazu, sich in der schon erreichten Höhe festzu-halten, und er umklammerte sie fest und gierig, wie Einer,der seine letzte Lebenshoffnung faßt.

Der rothgelbe Schein, der das Zimmer beleuchtete, erloschnach und nach; man hörte ein lautes Toben innerhalb derMauern und auf der engen, gewundenen Treppe, die in einemder Thürme zu den obersten Stockwerken führte. Dem Halloder Meuter antwortete ein gleich wildes Geschrei der Gefange-nen, die von dem allgemeinen Tumult Befreiung hoffend, jeneals ihre Erretter begrüßten. Durch einige dieser Mitgefange-nen wurde Porteous Zimmer seinen Feinden angezeigt. DasHindcrniß der Schlösser und Riegel war bald beseitigt, undvon seinem Schlupfwinkel aus hörte der Unglückliche sie jedenWinkel des Gemachs durchsuchen, und gräßliche Flüche undVerwünschungen ausstoßen.

Der Ort, wo PorteouS sich verborgen, war dem Verdachtund der Untersuchung zu sehr prcisgegcben, um ihn lange zu