„Und was denkst du davon, als ein alter Soldat?"
„Wirklich, ich weiß selber nicht — kommen so sehr viele,als man sagt, so werden sie uns wohl in die Klemme brin-gen — Aber unter den Freiwilligen sind auch viele alle Bur-schen; und von denen will ich nicht sagen, daß sie gar nichtstaugten, weil ich ja selber mit zu ihnen gehöre- Wir wollenjedenfalls unser Bestes thun."
„Wie, erwacht auch dein kriegerischer Geist wieder, Edie?
„Selbst in der Asche glüht ihr Feuer noch!"
Ich hätte nicht gedacht, Edie, daß du so viel hättest, wofüres die Mühe lohnte, zu fechten."
„Ich nicht so viel, um dafür zu fechten, Sir? — Ist danicht das Land, wofür ich fechten kann; und all'dieOrte, dieich besuche, und die Herde der Hausfrauen, die mir einen Bis-sen Brvd geben, und die Kinder, die mir entgegen kommen,um mit mir zu spielen, wenn ich in ein Dorf gehe? — DerTeufel!" fuhr er fort, indem er den Stock begeistert erhob,„hätt' ich so viel Kraft, als guten Willen und gute Sache,so wollt ich manchem von ihnen einen Denkzettel geben."
„Bravo, bravo, Edie! das Vaterland ist nicht in großerGefahr, wenn der Bettler so bereit ist, für seine Mahlzeit zukämpfen, wie der Laird für sein Land."
Ihre fernere Unterhaltung bezog sich auf die einzelnen Er-eignisse der Nacht, welche Lovel und der Bettler in den RuinenSt. Ruth zubrachten, und deren Schilderung den Alterthüm-ler höchlich ergötzte.
„Ich hält' eine Guinee drum gegeben," sagte er, „wenn ichden schuftigen Deutschen in seiner Todesangst gesehn hätte, die er,kraft seines Marktschreieramtes, sonst Andern cinzujagen pflegt;sehn hält' ich ihn mögen, wie er wechselsweise vor der Wuthseines Patrons und der Erscheinung eines Kobolds zitterte."
Alterthümler. III. iz