Druckschrift 
9 (1851) Der Alterthümler
Entstehung
Seite
93
Einzelbild herunterladen
 

schwören nicht wahr, Hektar? Gesteh' es nur, er sprachin den Wind."

»Allerdings, Sir; aber ich sehe nicht ein, warum meineThorhcit mich minder dankbar für seine gute Absicht machen sollte."

Bravo, Hektar! Das ist das beste Wort, was ich je vondir hörte aber sage mir nur immer deine Pläne ohne Rück-halt. Ich werde selbst mit dir gehen, Freund. Ich bin über-

zeugt, der alte Mann ist nicht schuldig, und ich werde ihmin einer solchen Verlegenheit wirksamer beistchen können, alsdu es vermagst. Uebcrdies werd' ich dir eine halbe Guineeersparen, Freund, und ich bitte dich herzlich, diesen Punkthäufiger vor Augen zu haben."

Lord Glenallan war aus Höflichkeit zurückgetrcten, ummit den Damen zu sprechen, als der Streit zwischen Oheimund Neffen heftiger zu werden schien, als für das Ohr eines

Fremden gut war; er mischte sich aber wieder in die Unter-

haltung, als der friedliche Ton des Alterthümlcrs Einigkeitverkündigte. Nachdem er eine kurze Nachricht über den Bett-ler und die gegen ihn gerichtete Anklage (die Oldbuck ohneBedenken der Bosheit Dousterswivel's zuschrieb,) gehörthatte, fragte Lord Glenallan, ob die fragliche Person früherSoldat gewesen sei? Dies ward bejahend beantwortet.

Trug er nicht," fuhr der Graf fort,einen groben, blauenKittel und ein zinnernes Schild? War er nicht ein gro-ßer, rüstiger alter Mann, mit grauem Bart und Haar, derden Köper auffallend gerade trug und mit einem offenenund ungezwungenen Wesen sprach, wie cs mit seinem Ge-werbe sonst gar nicht vereint ist?"

Ganz das Gemälde des Mannes," crwiederte Oldbuck.

Nun," fuhr Lord Glenallan fort,wenn ich auch fürchtenmuß, ihm in seiner gegenwärtigen Lage nichts nützen zu kön-